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Freundeskreis Schloss Frohburg wird wieder aktiv

Freundeskreis Schloss Frohburg wird wieder aktiv

Unlängst wurde er in neuer Formation ins Vereinsregister eingetragen: der Freundeskreis Schloss Frohburg. Jene Kulturinteressierten, die sich im April zusammen fanden, um dem eigentlich schon 1995 gegründeten Verein wieder Leben einzuhauchen, haben dabei manches vor.

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Noch mehr Publicity fürs Frohburger Schloss machen, ist ein wichtiges Anliegen des Freundeskreises.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. „War einst unser Anliegen, das Schloss Frohburg als solches für die Allgemeinheit zu erhalten, so wird jetzt der Schwerpunkt darauf liegen, es noch attraktiver und bekannter zu machen und in das alte Gemäuer noch mehr Leben reinzubringen", umreißt Günter Köhler die Intensionen. Er wurde im April von den Mitgliedern einstimmig zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt. Ergo sei Publicity das Wichtigste. So hatten die derzeit zwölf Leute, die bei dieser Aufgabe aktiv mitmischen wollen, bereits für das diesjährige Schlossparkfest mit mehreren Schautafeln die Geschichte und Entwicklung des Frohburger Schlossmühlenwehres bis zum heutigen attraktiven Aussehen sichtbar machen wollen. Doch der strömende Regen am Nachmittag des besagten 7. Juli verhinderte das. „Um aber die Öffentlichkeit auf diese interessante Sache hinzuweisen, haben wir die Tafeln nunmehr im Bürgerzentrum am Rathaus aufgebaut", kann Köhler berichten. Hier können sich Interessenten in Wort und Bild informieren. Da ist beispielsweise von den Hochwassern 1940 und 1954 etwas zu erfahren oder darüber, dass das einstige Wehr bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut wurde. Später wurde durch die Kraft des aufgestauten Wassers nicht nur Trinkwasser auf den Gutshof gepumpt, sondern auch die einstige Schlossmühle betrieben. Bis 1970 klapperten dort die Mahlwerke. Auch der Bau der neuen Wehrs, der im Frühjahr 2009 begann, ist detailliert beschrieben. „Wir werden diese Schau, die maßgeblich von Gaby Rauschenbach, Marion Kranke und Günter Uhlmann gestaltet wurde, natürlich auch offerieren, wenn dass einstige Brauhaus eingeweiht wird, das ja künftig die Bibliothek beherbergen soll", so Köhler. Solcherart interessante Dinge im Umfeld des Schlosses gäbe es noch eine Menge aufzubereiten. So auch in Sachen Schlosspark, einem weiteren Betätigungsfeld des Vereins. Der werde sich in die Diskussion, wie denn dieses Areal künftig gestaltet und genutzt werden solle, aktiv einbringen, kündigt der Vereinschef an. „Ich denke, wir sollten solche Veranstaltungen wie das Schlossparkfest unbedingt auch künftig ins Auge fassen. So etwas könnte ja während der geplanten Sanierungsarbeiten im Schlosspark auch auf der Wiese an der Ostseite des Schlosses passieren", schlägt Köhler vor. Der Verein werde sich auch damit befassen, mal aufzuspüren und aufzuzeigen, für welche kulturellen Dinge der Schlosspark nach dem 2. Weltkrieg genutzt wurde. „Da gab es eine Freilichtbühne und vieles mehr, was inzwischen in Vergessenheit geriet" so Köhler. Zu den vorrangigsten Aufgaben gehört weiterhin, eine separate Internetseite zum Schloss zu erstellen, um durch geschichtliche Informationen und Hintergründe Menschen auch von weither zu einem Besuch anzuregen. Zudem werde sich der Verein des Themas annehmen, wie die öffentlichen Ausschilderungen für dieses älteste Bauwerk Frohburgs in der Stadt und Region verbessert werden könne. Mit Blick auf die 200-jährige Wiederkehr der Völkerschlacht im kommenden Jahr wurde bereits andiskutiert, einen Beitrag aus ganz lokalpolitischer Frohburger Sicht dazu leisten zu können. „Natürlich wäre es schön, wenn wir für diese und viele andere Dinge weitere Mitstreiter, die sich dem Schloss verbunden fühlen, gewinnen und bald in unserer Runde begrüßen könnten", so der Vereinschef.

Thomas Lang

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