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Frohburg: Baustart für neues Wasserwerk Prießnitz – Investition von fünf Millionen

Erster Spatenstich Frohburg: Baustart für neues Wasserwerk Prießnitz – Investition von fünf Millionen

Am Freitag erfolgte der symbolische Baustart für ein neues Wasserwerk bei Prießnitz. Im Zusammenhang mit dem auf drei Jahre angelegten Bauvorhaben soll auch eine Wasserleitung nach Frohburg gebaut werden. Die Fünf-Millionen-Euro-Investition ersetzt das alte Wasserwerk.

Symbolischer Baustart für ein neues Wasserwerk bei Prießnitz: Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch bedient den Bagger. Das alte Werk im Hintergrund wird abgerissen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg/Prießnitz. Symbolischer Spatenstich am Wasserwerk Prießnitz. Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) durfte am Freitagmorgen nicht nur mit dem Spaten graben, er durfte auch die Steuerhebel eines Baggers bedienen. Immerhin wird die Fünf-Millionen-Euro-Investition an der Straße zwischen Prießnitz und Schönau auf dem Gebiet seiner Stadt getätigt, zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrates des Bauherren, der Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain.

Die lassen durch ihren Betriebsführer, die Oewa Wasser und Abwasser GmbH, die zugleich Gesellschafter ist, ein neues Wasserwerk für den Versorgungsverband Grimma-Geithain (VVGG) bauen. Der Neubau wird nach seiner Fertigstellung das rund 65 Jahre alte Prießnitzer Wasserwerk ersetzen, welches am Ende des auf gut drei Jahre angesetzten Bauvorhabens abgerissen werden soll. Laut VVGG-Geschäftsführer Lutz Kunath sei es sowohl baulich als auch technisch verschlissen.

Das neue Werk wird dann eins von nur noch fünf Wasserwerken sein, mit denen der Verband nach seiner aktuellen Versorgungskonzeption reichlich 22 000 Kunden im Raum Grimma und Geithain versorgt. Mit Prießnitz und Elbisbach stehen gleich zwei der Werke auf dem Gebiet der Stadt Frohburg. Das in Frohburg selbst wird nach dem Neubau in Prießnitz nicht mehr zur Wasseraufbereitung genutzt werden, kündigte Kunath an.

Dafür werde eine Leitung von Prießnitz nach Frohburg gebaut, die allein rund 1,2 Millionen Euro kosten wird. Hier ist nicht nur der Aufwand des Bauens enorm, auch der, der betrieben werden muss, um die nötigen Genehmigungen zu erlangen, wie Kunath sagte. Denn die Wasserleitung quert sowohl die Autobahn 72 als auch eine Bahnstrecke. Dafür werden dann aber die Wasserkunden in Frohburg, die versorgungstechnisch jetzt noch eine „Insel-Lage“ einnehmen, an den vom VVGG fürs sein gesamtes Versorgungsgebiet angestrebten Ringverbund angeschlossen.

Oewa-Geschäftsführer Thiébauld Mittelberger hob besonders die Entscheidung des Verbandes für ein neues Wasserwerk bei Prießnitz und gegen den Bezug von Fernwasser hervor, der als mögliche Alternative mit geprüft worden war. „Wir haben hier einen Bodenschatz, der muss gewonnen werden“, sagte Mittelberger, der es zugleich als wichtig bezeichnete, dass die Investition auf diese Weise in der Region getätigt werde.

Wobei die Firmen, welche den Bau erledigen, nicht aus der unmittelbaren Region kommen. Das Gebäude baut ein Unternehmen aus Thüringen, die Wasserwerkstechnik eine Firma aus Riesa, die Steuertechnik kommt aus Cottbus. Die Aufträge für Abbruch und Verkehrsflächen erhielt ein Unternehmen aus Heinsberg bei Köln. Die Bauüberwachung erledigt ein Büro aus Dresden, für landschaftspflegerische Maßnahmen wurde ein Leipziger Unternehmen gebunden.

So soll das neue Wasserwerk bei Prießnitz aussehen

So soll das neue Wasserwerk bei Prießnitz aussehen.

Quelle: Verband

Das Gebäude wird aus Betonfertigteilen errichtet, die eine Fassade aus Blechelementen bekommen. Aufgelockert wird die durch vertikale Fensterbänder. Die Bauzeit ist bis Mai 2020 vorgesehen. Ab Mitte, Ende 2019 soll das neue Werk den Probebetrieb aufnehmen, erst danach erfolgt der Rückbau des Altwerkes.

Von André Neumann

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