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Geithain Frohburg: Frankenhainer Löschzwerge sind mit Feuereifer dabei
Region Geithain Frohburg: Frankenhainer Löschzwerge sind mit Feuereifer dabei
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00:19 08.07.2017
Die Löschzwerge der Frankenhainer Feuerwehr sind stolz auf ihre neuen einheitlichen T-Shirts mit dem lachenden Hydranten. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg/Frankenhain

Ein lachender Hydrant ist ihr Markenzeichen: Die „Löschzwerge“ der Frankenhainer Feuerwehr tragen ihn deutlich sichtbar auf ihren T-Shirts. Ende Januar erst gegründet, hat die aufgeweckte, quirlige Truppe Fünf- bis Siebenjähriger damit eine einheitliche Kleidung, die sie als allerjüngsten Feuerwehr-Nachwuchs ausweist. „Wenn man sie so sieht, dann spürt man ganz deutlich: Dieses Konzept geht auf“, sagt Wehrleiter Christopher Martin. Gesetzliche Änderungen machen es erst seit kurzem möglich, neben der Jugendwehr – die in Frankenhain aktuell an die zehn Köpfe zählt – noch Jüngere in das Feuerwehr-Geschehen einzubinden.

Die Frankenhainer Kameradinnen und Kameraden entflammten für diese Idee, und sie kam an – nicht nur im eigenen Dorf, sondern auch in Hopfgarten und Tautenhain, der unmittelbaren Nachbarschaft. Nach einem Elternabend und Schnupperstunden war die Resonanz groß. Inzwischen sind es an die 15 Knirpse, die sich aller zwei Wochen am Gerätehaus zu ihrer Stunde Dienst treffen.

„Es macht schon in dem Alter Sinn, sie heranzuführen“, ist Holger Martin überzeugt. Er koordiniert die Kinder- und Jugendarbeit der Frankenhainer, kann sich dabei auf ein Team versierter Mitstreiter stützen und auf Sponsoren, die diesen Aktivitäten mit Wohlwollen zur Seite stehen. So ist es das Hotel Kloster Nimbschen nahe Grimma, das die „Löschzwerge“ jetzt einkleidete. Adrienne Heinicke, Frankenhainerin und Hochzeitsberaterin des Hotels, hatte ihren Chef Fred Urban angesprochen: „Der sagte gleich: Klar, machen wir.“ Nicht nur Heinicke – ihr Sohn Tim ist in der Jugendwehr aktiv – freut das: „Wenn unsere Zwerge die Großen bei Wettkämpfen begleiten, sind sie an ihrer einheitlichen Kleidung gleich zu erkennen.“

Bei ihrem Dienst zogen die „Löschzwerge“ jetzt mit zwei Bollerwagen durch das Dorf. Sie klingelten bei den Frankenhainern, sammelten Flaschen und Gläser ein, um sie in den Container zu bringen. Vor allem aber waren sie auf Achse, um zu zeigen, dass es sie gibt. „Die Leute waren überrascht, freuten sich, dass die Steppkes so etwas machen“, sagt Tina Schönfeld, eine von vier Frauen, die sich um die jüngsten Feuerwehrleute kümmern.

Die Löschzwerge haben für die Frankenhainer Flaschen und Gläser zu den Containern gebracht. Quelle: Jens Paul Taubert

Dass Kinderfeuerwehr Spaß macht, daran lässt der fünfjährige Till keinen Zweifel: „Am Witzigsten war das mit dem Wasser“ – der Wettbewerb mit der Kübelspritze, als es hochsommerlich heiß war.

Der Montag gehört in Frankenhain dem Feuerwehr-Nachwuchs. Aller zwei Wochen treffen sich 17 Uhr die „Löschzwerge“. Ab 18 Uhr übt die Jugendwehr, aus der – so die Hoffnung der Wehr und so auch die Praxis – später die aktive Truppe ihre personelle Verstärkung bezieht. Zu der will, wenn es gut geht, Lukas (11) gehören. Von Frohburg zog er nach Frankenhain, was den Wechsel von Jugendwehr zu Jugendwehr einschloss. „Mir gefällt die Gemeinschaft“, sagt er. Seine Spezialität: Löschangriff.

Von Ekkehard Schulreich

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