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Geithain Frohburg: Großbaustelle Tautenhain – Anwohner fühlen sich schlecht informiert
Region Geithain Frohburg: Großbaustelle Tautenhain – Anwohner fühlen sich schlecht informiert
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07:00 27.04.2017
Der Bau in der Rosa-Luxemburg-Straße in Tautenhain hat begonnen, doch Anwohner fühlen sich schlecht informiert. Quelle: Andreas Döring
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Frohburg/Tautenhain

Bis Anfang Dezember ist Tautenhain eine große Baustelle, die Rosa-Luxemburg-Straße wurde deshalb nach Ostern voll gesperrt. Doch obwohl bereits gebaut wird, fühlen sich manche Anlieger noch immer nicht ausreichend über den Bauablauf und seine Konsequenzen informiert. Sie kritisieren die aus ihrer Sicht unzulängliche Informationspolitik des Haupt-Bauherrn Landkreis Leipzig.

„Es wäre wichtig, dass uns mitgeteilt wird, in welchen Abschnitten die Bauerei erfolgt. Aber man erfährt nichts“, sagt etwa Dieter Scholz. Er vermisse ebenso wie Robert Henzold eine Informationsveranstaltung für die Einwohner, wie sie bei Bauvorhaben dieser Größenordnung Usus sei. Dass die bereits vor mehr als zwei Jahren stattgefunden habe, sei an den meisten vorbeigegangen, so Henzold: „Hier hat keiner etwas mitbekommen. Das erste Mal habe ich die Pläne zum Ortschaftsrat im März gesehen, als dieser in Tautenhain tagte.“ Immerhin habe die Reif Baugesellschaft, die den Zuschlag erhielt und ortsansässig sei, die Anlieger unmittelbar vor Ostern per Postwurfsendung in Kenntnis gesetzt. Allerdings seien die Informationen allgemein gehalten.

Die Info-Runde für die Anlieger habe es in der Tat am 19. Januar 2015 gegeben, bestätigt Konstanze Morgenroth, stellvertretende Pressesprecherin des Landkreises, auf LVZ-Nachfrage. Damals habe man detailliert das Vorhaben erläutert. Aufgrund der langen Dauer zur Abstimmung der Regelförderung konnte der Bau erst 2017 beginnen. „Alle betroffenen Eigentümer sind persönlich angeschrieben worden, erhielten Planunterlagen und haben Gestattungsverträge mit dem Landkreis abgeschlossen“, so Morgenroth. Die Baufirma informiere die jeweils betroffenen Anlieger nach Baufortschritt rechtzeitig mündlich oder schriftlich über das Baugeschehen. „Rettungswege werden grundsätzlich aufrecht erhalten. Die Koordinierung der Müllentsorgung ist beim Baubetrieb mit ausgeschrieben und damit sichergestellt.“

„Je weniger Fragen es gibt, desto besser ist das auch für uns“, sagt Uwe Berbig, Technischer Leiter des Bauunternehmens. Reif hätte deshalb kein Problem damit, würde es jetzt noch einmal eine Informationsveranstaltung geben. „Wir werden häufig angesprochen. Es gibt da eine rege Kommunikation mit den Anliegern.“ Deshalb habe man in besagtem Brief auch den Polier als Ansprechpartner benannt, der bei Fragen angerufen werden könne: „Was der klären kann, klärt der auch.“ Während der Bauzeit sei es an den Arbeitstagen in der Regel zwischen 7 und 17 Uhr nicht möglich, den Baubereich zu befahren.

Die Kreisstraße wird in zwei Abschnitten hergerichtet. Der eine wird im Bestand erneuert. Dabei kommt die Förderung zur Flutschadensbeseitigung zum Tragen. Der zweite Abschnitt wird durch die Richtlinie Kommunaler Straßenbau aufgebracht. Zudem wird einseitig ein Gehweg gebaut, was Sache der Stadt Frohburg ist. Außerdem werden eine Gasleitung und Kanäle erneuert. Der eigentliche Straßenbau soll am Ortsausgang nach Geithain beginnen und sich bis zum Gasthof Schwarze fortsetzen. Geplantes Bauende ist der 7. Dezember.

Von Ekkehard Schulreich

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