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Geithain Frohburg: Kohrener Jugendtreff muss raus aus der alten Schule
Region Geithain Frohburg: Kohrener Jugendtreff muss raus aus der alten Schule
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10:43 10.04.2018
Kohren-Sahlis gehört seit Jahresbeginn zu Frohburg. Die Stadt hatte den jungen Leuten die Nutzung der alten Schule für zwei weitere Monate gestattet. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Kohren-Sahlis

Der Jugendtreff, der sich im Herbst vergangenen Jahres in der alten Kohren-Sahliser Grundschule etablierte, muss sich nach dem Ende der Winterferien eine neue Bleibe suchen. Die Nutzung des Hauses hatte die Stadt Kohren-Sahlis von Beginn an nur bis Ende des Jahres 2017 erlaubt; die Stadt Frohburg hatte als Rechtsnachfolger weitere zwei Monate zugegeben, um den zwölf- bis 16-jährigen Heranwachsenden entgegen zu kommen und ihnen über die kälteste Zeit des Jahres hinweg zu helfen.

Eine Chance, diese Frist zu verlängern, sehe er nicht, sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) vor dem Stadtrat. Grund sei das völlig verschlissene Gebäude, um das sich nach dem Auszug der Grundschule 2003 offenbar niemand mehr ernsthaft gekümmert habe. Dabei werde es nicht allein temporär durch die Jugendlichen genutzt, sondern länger schon durch den Turnverein und die Evangelische Heimvolkshochschule.

„Nach der Besichtigung kann ich nur jedem Recht geben, dass es in diesem Gebäude keine Zukunft für einen Jugendklub geben kann – schon gar nicht unter Verantwortung der Stadt“, sagte er. Um das Haus auf einen technisch einigermaßen akzeptablen Stand zu bringen, müsse man mehrere Hunderttausend Euro investieren. Das werde Frohburg aber kaum tun, „da keinerlei Bedarf für eine Nutzung dieses großen Gebäudes und des Grundstücks erkennbar ist“. Aus seiner Sicht käme nur ein schnellst möglicher Verkauf in Frage oder eine Übergabe des Hauses in das alleinige Eigentum der Kirche, Stichwort Kirchschullehen. Das unmittelbar benachbarte Wohnhaus könne ein Interessent gleich mit bekommen.

Räumliche Alternativen für einen separaten Treff kenne er in Kohren-Sahlis nicht, so Hiensch. Es stelle sich aber sehr wohl die Frage, warum nicht das Haus der Begegnung diesem Zweck dienen könne: „Warum soll dieses Haus nur für Seniorenveranstaltungen da sein, nicht für die Jugend?“ Die Stadtverwaltung sehe in den Wochen und Monaten nach der Städte-Fusion keine Möglichkeiten, sich in dieser Sache zu engagieren; derzeit gebe es ganz andere Prioritäten.

Und dann wurde Bürgermeister Hiensch grundsätzlich: „Für die außerschulische Erziehung sind vorrangig die Eltern zuständig.“ Heranwachsende könnten sich mit Freunden auch in privaten Räumen treffen. Sie könnten sich in die zahlreichen Vereine einbringen, die sich um Kinder und Jugendliche kümmerten. Und sie könnten die im Stadtgebiet vorhandenen Gemeindezentren und Jugendeinrichtungen nutzen, vornan die Kinder- und Jugendbegegnungsstätte mit ihrem offenen Treff, den die Kindervereinigung Leipzig in Frohburg betreibe, und der Schulklub in der Oberschule, erklärte er.

Den Vorwurf, Frohburg würde der Jugendarbeit zu wenig Beachtung schenken, wies Hiensch als unzutreffend zurück. Um mit Blick auf Kohren-Sahlis anzufügen: „Soweit hier geeignete Räumlichkeiten gefunden werden, so muss ein Träger dafür Kosten und Verantwortung übernehmen.“ Etwa ein Verein, dessen Gründung erwogen, aber noch nicht vollzogen ist.

Von Ekkehard Schulreich

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