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Frohburg: Mietwohnungen an der Apfelwiese im Dezember fertig

Stadtrat Frohburg: Mietwohnungen an der Apfelwiese im Dezember fertig

Junge Familien, die in Frohburg ein Haus bauen wollen, haben es nicht leicht. Auswärtigen, die hierher ziehen möchten, geht es nicht anders. Die Zahl potenzieller Bauflächen ist beinahe ausgereizt. Verwaltung und Stadtrat setzen deshalb alles daran, neue Baugebiete zentrumsnah zu entwickeln.

Das Wohngebiet Apfelwiese, am südwestlichen Stadtrand Frohburgs und nah des Zentrums gelegen, ist für Bürgermeister Wolfgang Hiensch eine Erfolgsgeschichte.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Beinahe ausgereizt sind die Parzellen, die die Stadt Frohburg Bauwilligen in ihrem seit einem Jahrzehnt entwickelten Baugebiet An der Apfelwiese anbieten kann. Erneut wurden auf der Sitzung des Stadtrates am Donnerstag mehrere Grundstücke verkauft – nicht nur für Einfamilienhäuser, sondern auch für ein zweites Mehrfamilienhaus.

Letzteres ist für Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) besonders erfreulich, sei doch die Nachfrage an attraktivem Wohnraum zur Miete hoch, das Angebot aber sehr überschaubar. Da trifft es sich gut, dass an der Apfelwiese im Dezember sieben Wohnungen, die ein privater Investor errichtete, bezogen werden können. Ist die Auslastung der Baugebiete, die als Beleg für Frohburg als lebenswerte Stadt gewertet werden kann, für die Kommune eine gute Nachricht, wächst andererseits der Druck, neue Bauflächen auszuweisen. Auch das war Thema in der Ratsdebatte.

Das Wohngebiet Apfelwiese, am südwestlichen Stadtrand und nah des Zentrums gelegen, ist für Hiensch eine Erfolgsgeschichte. Jüngster Käufer ist ein Leipziger, der hier zwei Grundstücke erwirbt. Zudem stimmte der Rat dem Verkauf einer Fläche unmittelbar an der Altenburger Straße zu, auf der ein weiteres Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen entstehen soll. Sie grenzt an jene an, auf der ein Haus mit Mietwohnungen demnächst fertiggestellt und bezogen wird. Der Bürgermeister spricht von einem „enormen Bedarf“, dem aktuell weder kommunale noch private Angebote entsprechen könnten. Deshalb habe die Stadt bereits vor einem halben Jahrzehnt eine Offensive zum Mietwohnungsbau gestartet – mit bisher nur an der Apfelwiese zählbarem Erfolg. Die Gebäude fügten sich hier städtebaulich gut ein und sorgten nicht zuletzt auch dafür, das dahinter liegende Wohngebiet vor Lärm zu schützen. Für Hiensch ist klar: „Der ländliche Raum kann nur existieren, wenn wir junge Leute herziehen. Das kann man nicht dem Selbstlauf überlassen.“

Auf der anderen Seite des Stadtzentrums, auf dem Harzberg, möchte die Stadt sieben neue Plätze für Eigenheime schaffen. Der private Eigentümer der Fläche hatte sie vor Monaten der Stadt zum Kauf angeboten; bis Mitte nächsten Jahres muss die sich entscheiden. „Es ist wie ein Fünfer im Lotto, wenn wir von einem Privaten so ein Grundstück bekommen“, sagt Hiensch. Die Kommune sei auf solcherart Hilfe angewiesen, da sie keine geeigneten Flächen mehr besitze. „Wir werden jetzt Nägel mit Köpfen machen und prüfen, ob eine Bebaubarkeit mit Eigenheimen möglich ist.“

Attraktives Wohnen soll künftig auch nahe der Wyhra hinter dem Schützenhaus möglich werden. „Wir haben die ersten Reservierungen“, so der Bürgermeister. Die Erschließung werde im Frühjahr starten, spätestens im August könnte mit dem Bau des ersten Hauses begonnen werden.

Durch eine Ergänzungssatzung für das Baugebiet Am Kaplanberg soll Raum geschaffen werden für drei Eigenheime. Der Stadtrat entschied, die bisher nicht zum B-Plan gehörende Fläche als Bauland zu entwickeln. Vorteil: Die Erschließung ist gesichert, da alle Medien anliegen.

Einen neuen Anlauf unternahm der Stadtrat, 1800 Quadratmeter südlich der Straße An der Wyhraaue, nahe des Busbahnhofs und eines Einkaufsmarktes, zu veräußern. Schon 2006 hatte er die Verkaufsbedingungen für die Fläche, die sich für Eigenheime, aber auch gewerbliche Nutzung eignet, festgezurrt. Einen Käufer zu finden, misslang bisher. Jetzt hofft man, die Chancen steigern zu können, denn der neue Kaufpreis wurde – unabhängig von der geplanten Nutzung – vereinheitlicht und liegt damit unter der Summe, die Hausbau-Interessenten bisher hätten zahlen müssen.

Von Ekkehard Schulreich

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