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Geithain Frohburg: Sorgenfalten trotz neuen Feuerwehrfahrzeugs
Region Geithain Frohburg: Sorgenfalten trotz neuen Feuerwehrfahrzeugs
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10:09 07.03.2010
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Mitglieder des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Frohburg hatten am Sonnabendmorgen allen Grund, kräftig im Gerätehaus aufzuspielen: Das seit vielen Jahren ersehnte Vorausrüstfahrzeug ist da. Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch konnte die Schlüssel an Stadtwehrleiter Lars Kupfer übergeben. Die Gerätewarte Dirk Braunert und Matthias Witt sowie der Ausbilder Zugführer, Sven Kunze, hatten danach alle Hände voll zu tun, um den Interessenten Details des neuen Fahrzeugs und seines Inneren zu erläutern. „Es ist vor allem für die Unfall- und Menschenrettung wichtig, wo jede Sekunde zählt“, verdeutlichte Kupfer. „Durch seine geringen Abmaße kommt es bei Staus viel schneller zum Einsatzort.“ Er würdigte, dass der Feuerwehrförderverein rund 14 000 Euro an Eigenmitteln aufgebracht habe, um das Fahrzeug über das Konjunkturprogramm anschaffen zu können. Ohne die Beladung – die stammt aus Beständen der Wehr – kostete es immerhin 49 000 Euro.

Aller Sorgen ledig hinsichtlich ihres Fahrzeugbestands sind die Kameraden der derzeit sieben Frohburger und fünf Eulataler Ortsfeuerwehren dadurch allerdings noch lange nicht. Das wurde am Abend zuvor in der Jahreshauptversammlung deutlich. Der Stadtwehrleiter appellierte inständig an Bürgermeister, Stadtverwaltung und -rat, für das im Haushaltsplan 2011 fixierte Kombi-Einsatzfahrzeug – eine Kombination aus Tanklöschfahrzeug und Drehleiter – noch in diesem Halbjahr Fördermittel zu beantragen und die dafür vorgesehenen Mittel im Haushalt 2011 nicht zu streichen beziehungsweise die 2010 eingesparten Haushaltmittel für ein in diesem Jahr geplantes Löschgruppenfahrzeug für die Flößberger Wehr mit dafür zu verwenden. Vor allem die Drehleiter wäre wichtig für die Menschenrettung in Frohburg. Eine Verzögerung könne fatale Folgen haben. Die Flößberger könnten dann das bisherige Tanklöschfahrzeug aus Frohburg bekommen. 

Frohburgs Bürgermeister schilderte jedoch bereits zur Sitzung die angespannte finanzielle Lage. „Wir dürfen nicht so tun, als ob die Finanzkrise an Frohburg vorbeigehe“, warb er um Verständnis. „Wir werden dennoch unser Möglichstes tun, wenn sich noch etwas zum Positiven ändert“, versicherte er. Denn auf die Feuerwehr wäre immer Verlass gewesen.

Die enorme Einsatzbereitschaft war zuvor anhand vieler Fakten und Zahlen verdeutlicht geworden. Zu 76 Einsätzen wurden die derzeit 278 aktiven Kameraden der Frohburger und Eulataler Ortsfeuerwehren 2009 gerufen. Um sich zu rüsten, absolvierten sie dabei 14 450 Ausbildungsstunden. 4386 Stunden wurden von den Frohburger Wehren geleistet, um die Technik einsatzbereit, Gebäude und deren Umfeld in Schuss zu halten. Zusammen mit den 1227 Stunden bei Einsätzen wurden 15 112 Stunden erbracht. Das sind etwa 300 mehr als 2008. „15 112 ehrenamtliche Stunden Arbeit, Ausbildung und Dienste sind eine hoch anzurechnende Leistung unserer Kameraden“, würdigte Kupfer. 

Thomas Lang

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