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Geithain Frohburg: Unternehmer Bärbel und Wolfgang Pfaff treten nun kürzer
Region Geithain Frohburg: Unternehmer Bärbel und Wolfgang Pfaff treten nun kürzer
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16:55 26.09.2017
Berufsleben adé: Bärbel und Wolfgang Pfaff nehmen sich jetzt mehr Zeit, um das Leben zu genießen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Mit 67 ziehen sie einen Schlusstrich unter ihr Berufsleben: Um die Rabatten, die in Frohburg den Pfaff’schen Parkplatz zur alten B 95 hin begrenzen und wo sich vom Frühjahr bis weit in den Herbst ein Meer aus Blüten drängt, wird sich Bärbel Pfaff allerdings selbstredend auch in Zukunft sorgen. Ebenso wie ihr Mann Wolfgang sich weiter um seine Heidelbeersträucher und die Karpfen kümmern wird. Das gilt als Kür, die Pflicht ist zu Ende. Was sie drei Jahrzehnte lang aufbauten, „selbst und ständig“, das Blumengeschäft und die Raststätte, sind in guten Händen, werden weitergeführt von Birgit Goldberg aus Flößberg, die hier selbst Floristin lernte, beziehungsweise von Sohn Robert Pfaff, der Landschaftsbau und Raststätte schon seit 2008 in Regie hat.

„Jetzt wollen wir gemeinsam noch ein bisschen was machen. Wir setzen uns nicht zur Ruhe, aber wir treten kürzer“, sagt Wolfgang Pfaff. Endlich nehme man sich die Zeit für die Enkel, und Urlaub zu machen, habe man vernachlässigt. Er, der im vom Großvater gegründeten, später verstaatlichten Möbelbetrieb Pamaf Technischer Leiter war, gründete 1988 seine eigene Straßenservice-Firma. Aus der machte er nach der Wende einen Landschaftspflegebetrieb, und in die nun ungenutzte Werksimmobilie zog 1997 die Raststätte ein.

„1990 wurden viele Weichen neu gestellt. Wir wollten endlich gemeinsam etwas machen“, erzählt seine Frau Bärbel. Die hatte 20 Jahre als Hebamme im Burgstädter Krankenhaus gearbeitet, selbst vier Kinder großgezogen und anderthalb Jahrzehnte nebenher aus Liebe zu den Blumen Sträuße auf dem Bornaer Wochenmarkt verkauft: „Die wurden uns aus der Hand gerissen. Aber 1990 war urplötzlich Schluss.“ Sie qualifizierte sich zur Floristin, baute – noch lange vor der Raststätte, die zuerst provisorisch aus einem Verkaufswagen bestand – einen Gartenmarkt aus. An die zehn Lehrlinge erlernten seither hier ihren Beruf, viele durchliefen ihre Umschulung zur Floristin. Eine ihrer Azubis von damals führt jetzt das Geschäft fort.

Blicken Bärbel und Wolfgang Pfaff auf die letzten knapp drei Jahrzehnte zurück, „dann war das vor allem eine Zeit voller Arbeit. Aber einer Arbeit, die uns Spaß gemacht hat, die wir bei aller Anstrengung nicht missen möchten.“ Jetzt loszulassen, werde nicht leicht fallen. Andererseits aber freue man sich darauf, was das Leben als Ruheständler so zu bieten habe.

Von Ekkehard Schulreich

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