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Geithain Frohburg: Vor 20 Jahren BuW aus der Taufe gehoben
Region Geithain Frohburg: Vor 20 Jahren BuW aus der Taufe gehoben
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11:42 23.03.2010
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em Verein zu formieren. Zwei Tage darauf wurden im „Schützenhaus“ Frohburg von 20 Anwesenden Nägel mit Köpfen gemacht, und der Antrag zur Beteiligung an den Stadtratswahlen am 6.Mai 1990 gestellt. Die „Geburtsstunde“ der Bürgergemeinschaft unabhängiger Wähler (BuW) in Frohburg hatte geschlagen. Seither bestimmt die BuW die Geschicke der Rennstadt maßgeblich mit.

„Wir waren uns zuvor alle näher gekommen, bei den Demos in Frohburg im November 1989, durch zahlreiche Gespräche, machten uns um die weitere Entwicklung der Stadt Gedanken“, so Wolfgang Telling, schon seit vielen Jahren Fraktionschef der BuW im Stadtrat. „Als wir merkten, dass in der Stadtpolitik scheinbar alles so weiterging wie bisher, wollten wir dem etwas entgegensetzen“, erinnert er an die Anfänge. Als engagierte Bürger, die parteilos waren und nie einer Partei angehörten, wollten sie den Wählern nach 40 Jahren Einheitsliste der Nationalen Front eine echte Alternative bieten. 258 Unterschriften wurden damals gesammelt, um mit Wolfgang Hiensch an der Spitze kandidieren zu dürfen. Die Wahl im Mai dieses Jahres war ein Paukenschlag: Zehn der 20 Kandidaten zogen in das Gremium ein. Die BuW wurde stärkste Fraktion. Ergo stellte sich am 31. Mai Wolfgang Hiensch als Bürgermeister zur Wahl. Er erhielt das Vertrauen – wurde seither immer wieder gewählt.

Die Bürgergemeinschaft, ein eingetragener Verein, ist seither stark im Stadtrat vertreten, auch wenn sie seit den jüngsten beiden Kommunalwahlen nicht mehr stärkste Fraktion ist. Im Moment sitzen vier ihrer Vertreter im Parlament. Im vorigen Jahr wurde der Schulterschluss mit der – politisch gleichgelagerten – Bürgerinitiative Eulatal vollzogen, nachdem die Gemeinde in die Stadt integriert wurde.

Am Grundsatz und dem Bestreben der BuW habe sich in diesen 20 Jahren nichts geändert, so Vorsitzender Ulrich Wüste: „Wir wollen eine solide Kommunalpolitik zum Wohle Frohburgs und seiner Ortsteile. In den monatlichen Zusammenkünften werden Ziele für die weitere Tätigkeit erarbeitet, Probleme diskutiert und nach Lösungswegen gesucht.“ Rückhalt für den Bürgermeister zu sein, eine solide Finanz- und vorausschauende Investitionspolitik sowie die Unterstützung des Mittelstandes und der Vereine seien dabei Schwerpunkte.

 

Thomas Lang

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