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Geithain Frohburg setzt auf Fördergeld für neue Räume im Rathaus und eine Bushaltestelle
Region Geithain Frohburg setzt auf Fördergeld für neue Räume im Rathaus und eine Bushaltestelle
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14:09 12.02.2016
Frohburg braucht künftig mehr Platz im Rathaus – durch die bevorstehende Eingliederung der Stadt Kohren-Sahlis. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Das Städtebau-Fördergebiet Ortskern Frohburg um ein Jahr bis Ende 2017 zu verlängern, das beschloss der Frohburger Stadtrat in seiner Sitzung Donnerstagabend. Er möchte auf diese Weise nicht nur vermeiden, dass Überschüsse, die durch die noch offene Zahlung von Ausgleichsbeträgen anfallen, an die Sächsische Aufbaubank (SAB) zurückgezahlt werden. Vor allem sieht er dringenden Investitionsbedarf der öffentlichen Hand: Durch die bevorstehende Eingliederung der Stadt Kohren-Sahlis braucht die Verwaltung zusätzliche Räume. Außerdem soll Fördergeld genutzt werden, um demnächst eine Bushaltestelle am Markt errichten zu können. Der Stadtrat billigte diesen Strategiewechsel einstimmig.

„Wir haben alles realisiert, was wir geplant haben“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) mit Blick auf das Anfang der Neunzigerjahre proklamierten Sanierungsgebiet Ortskern Frohburg. Für dieses Areal konnten Investoren – die Stadt ebenso wie private Eigentümer – eine Förderung nutzen, die zu je einem Drittel der Bund, das Land und die Kommune selbst bereitstellten. Ende 2016 sollte das Sanierungsgebiet planmäßig aufgehoben werden, da die Stadt keinen weiteren Bedarf hatte und auch Private zuletzt „wenig konkretes Interesse“ signalisierten.

Doch für die Stadt gilt das jetzt nicht mehr: Kapazitätserweiterungen für das Rathaus, besagte Bushaltestelle – die im Rahmen des neuen Konzeptes von Landkreis und Thüsac ab dem Sommer geplant ist – und der Erwerb eines Hauses in der August-Bebel-Straße zum Zwecke der Stadtbild-Aufwertung führen zu neuem Bedarf.

Die neue Buslinien-Führung durch das Stadtzentrum, so der Bürgermeister, „sehen viele Bürger positiv“. Außerdem: Ohne neue Projekte liefe Frohburg Gefahr, rund 143 000 Euro an Sanierungsbeiträgen abführen zu müssen, ohne sie – obendrein veredelt – vor Ort noch zu investieren.

„Ohne den Umbau des Gebäudes hinter dem Rathaus werden wir nicht in der Lage sein, den zusätzlichen Mitarbeitern und den heutigen ordentliche Arbeitsbedingungen zu bieten“, sagte Hiensch. Nicht nur dieses Gebäude gelte es herzurichten; auch das Erdgeschoss des Bürgerzentrums müsse umgebaut werden. Die SAB habe signalisiert, dass sie eine Verlängerung des Förderzeitraumes um dieses eine Jahr mitzutragen gewillt sei. Deshalb forderte Hiensch vom Stadtparlament eine strategische Grundsatz-Entscheidung, um bis Ende Februar die nötigen Unterlagen nach Dresden schicken zu können. Der Stadtrat folgte Hienschs Argumentation ohne Debatte.

Für den geplanten Anbau an die Frohburger Oberschule müssen mehrere Bäume gefällt werden. Das geschehe in den nächsten Tagen, erklärte Bürgermeister Hiensch ebenfalls im Stadtrat. Als Ersatz kämen noch in diesem Jahr 18 junge Bäume an verschiedenen Stellen des Stadtgebietes in die Erde, kündigte er an. Da die Kommune selbst nur begrenzten Raum zur Verfügung habe, sei sie interessiert an Hinweisen von Bürgern, wo solche Bäume gepflanzt werden könnten.

Von Ekkehard Schulreich

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