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Geithain Frohburg startet Grundstücksverkaufsoffensive
Region Geithain Frohburg startet Grundstücksverkaufsoffensive
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11:58 25.03.2011
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Frohburg

Der Hintergedanke liegt auf der Hand: Bürgermeister Wolfgang Hiensch sieht in fehlenden attraktiven und bedarfsgerechten Wohnungen in Frohburg eine Ursache, dass in den vergangenen Jahren ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen war. „Während der in Frohburg früher immer noch unter dem Durchschnitt der Region lag, ist er in den vergangenen Jahren über diesem“, ärgert Hiensch mächtig. Das lässt ihn nicht ruhen, nach Mitteln zu suchen, um den Spieß wieder umdrehen zu können. Deshalb schlug die Verwaltung jüngst im Stadtrat vor, sofort Grundstücke zum Verkauf für den Wohnungsbau anzubieten und dazu neue Wege zu beschreiten. Konkret heißt das: Die Stadt bietet eine Fläche von etwa 3200 Quadratmetern im Plangebiet „Am Wyhrabogen, dem eistigen Areal der ehemaligen Wäscheunion, zum Verkauf an, überdies das Grundstück des ehemaligen Kindergartens in Benndorf mit etwa 3000 Quadratmetern. Das wird verbunden mit einer Investitionsverpflichtung des Käufers, innerhalb von zweieinhalb Jahren auf diesen Grundstücken bedarfsgerechte Miet- oder Eigentumswohnungen zu errichten. Bedarf sei an einem Mehrfamilienhaus mit dem Schwerpunkt, Wohnraum für junge Familien zu schaffen, einem Mehrgenerationenhaus, altersgerechten Wohnungen und betreutem Wohnen, werden die Vorstellungen und Wünsche präzisiert. Neu ist auch, dass erstmals geeignete Makler für eine Courtage eingeschalten werden, um Kaufinteressenten und Investoren zu finden. „Bisher hat die Stadt grundsätzlich alle kommunalen Grundstücke ohne Einbeziehung von Maklern veräußert beziehungsweise die entsprechenden Kaufangebote öffentlich gemacht. Damit erreichen wir aber kaum einen größeren Öffentlichkeitsbereich“, begründete Hiensch das. Auch für die weitere Vermarktung des Wohnparks an der Apfelwiese in Frohburg sollen Makler eingeschalten werden. Zwar schmerzt es den Bürgermeister etwas, dass im Falle eines Erfolgs für das Areal am Wyhrabogen die Einnahmen aus den Kauferlösen nicht in die Stadtkasse fließen, sondern an das Land abgeführt werden müssten. Wurde doch von dort die Revitalisierung des Grundstücks reichlich gefördert. Die Bindefrist gemäß Zuwendungsbescheid beträgt zehn Jahre, läuft noch bis 2018 beziehungsweise 2020. „Doch wem nützen diese Einnahmen noch etwas, wenn dann die Grundstücke nicht mehr gefragt sind oder die Entwicklung in Frohburg weiter einwohnermäßig abwärts geht“, beißt Hiensch lieber in diesen sauren Apfel als die Hände in den Schoss zu legen. Der Stadtrat stimmte den Vorschlägen bei drei Enthaltungen zu.

Thomas Lang

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