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Frohburg will Streitwald erlebbar machen: Naturlehrpfad geplant

Wanderweg Frohburg will Streitwald erlebbar machen: Naturlehrpfad geplant

Die Stadt Frohburg will einen Natur- und Baumlehrpfad entlang des Hauptwanderweges, der auf dem ehemaligen Bahndamm Streitwald und Kohren-Sahlis verbindet, errichten. Zum anderen sollen Ruinen eines alten Kalkofens im Naturschutzgebiet Eschefelder Teiche beseitigt und die Fläche als natürlicher Lebensraum hergerichtet werden.

Das erste Schild für den Streitwalder Baumlehrpfad 2014: Sponsor Marko Oberreich (links) und der Initiator Roland Pfaff.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Vorausgesetzt im nächsten Doppelhaushalt 2017/18 gibt es den finanziellen Spielraum dafür, will die Stadt zwei „grüne“ Vorhaben umsetzen. Das beschloss der Stadtrat. Zum einen geht es um einen Natur- und Baumlehrpfad entlang des Hauptwanderweges, der auf dem ehemaligen Bahndamm Streitwald und Kohren-Sahlis verbindet. Zum anderen sollen Ruinen eines alten Kalkofens im Naturschutzgebiet Eschefelder Teiche beseitigt und die Fläche als natürlicher Lebensraum hergerichtet werden. Unverzichtbar für die Stadt ist in beiden Fällen, dass über das Leader-Programm im Land des Roten Porphyrs eine 50-prozentige Förderung gewährt wird.

Private Initiatoren um den Unternehmer und einstigen Stadtrat Roland Pfaff hatten in Streitwald bereits vor ein paar Jahren mit dem Pflanzen und der Auszeichnung von Bäumen begonnen. Aktuell umfasst der Lehrpfad 21 Gewächse. Doch es ist noch mehr geplant: Fünf Ruhepunkte entlang des Weges sollen entstehen. Auf den Tafeln geht es nicht nur um Gehölze, sondern auch um heimische Vogelarten, um das Leben in den angrenzenden Gewässern. Außerdem soll Geschichtliches thematisiert werden, die Wolfsburg etwa, die Abtmühle, der ehemalige Mühlgraben. Sichtachsen sollen wieder erstehen, ein Krötenteich angelegt werden. Heidschnucken sollen Teilbereiche freihalten und Verwilderung verhindern. Diese Initiative, um Natur erlebbar zu machen, verdiene die Unterstützung der Stadt, sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Die Gesamtkosten sind auf 65 000 Euro prognostiziert; die Hälfte des Geldes würde die Stadt beisteuern.

Was die Ruine am Kalkbruch im Teichgebiet betrifft: Hierbei handelt es sich um Überreste eines Ziegelbrennofens, der Ende des 19. Jahrhunderts durch den damaligen Besitzer des Rittergutes Krug von Nidda errichtet wurde. Die dazu gehörende Trockenscheune wurde schon 1919 abgebrochen. In den 50er-Jahren, als der Ofen zum Kalkbrennen genutzt wurde, wurde daneben ein Mühlengebäude mit Kalkbunker erbaut. Dieses Gebäude ist noch vorhanden. Das Objekt liege nah eines durch das Teichgebiet führenden Rundweges, so der Bürgermeister. Trotz Sicherungsversuchen habe man in dem einsturzgefährdeten Baulichkeiten mehrfach spielende Kinder angetroffen. Durch einen Dacheinsturz drohten weitere Gefahren. Der Abriss würde geschätzte 9000 Euro kosten. Inklusive einer Re-Naturierung des Areals rechnet die Stadt mit 16 000 Euro Kosten, wovon sie die Hälfte zu tragen bereit wäre.

Von Ekkehard Schulreich

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