Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Frohburg will die Flößberger Kita „Zwergenland“ 2018/19 sanieren
Region Geithain Frohburg will die Flößberger Kita „Zwergenland“ 2018/19 sanieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:59 13.09.2016
Ein Brot mit Bäckermeisterin Isabel Kwiezinski zu backen, war für Malte, Nevin, Sophie, Henning und Hannes ebenso ein Erlebnis wie für Nicole Hendriock, die Leiterin des Flößberger „Zwergenlandes“. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg/Flößberg

Die Kindertagesstätte „Zwergenland“ in Flößberg wird saniert und umgebaut. Daran hält die Stadt Frohburg fest, auch wenn sich der Baubeginn voraussichtlich auf das Jahr 2018 verschiebt. Die Fertigstellung ist im Folgejahr geplant. Der Stadtrat beschloss jetzt, dieses Vorhaben in der Finanz- und Haushaltplanung bis 2019 zu berücksichtigen. Als Eigenmittel der Kommune sind 450 000 Euro vorgesehen.

„Mit dem ursprünglich veranschlagten Kostenrahmen des Haushaltes 2015/16 kommen wir bei weitem nicht hin“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Fakt bleibe aber, dass eine Sanierung des Gebäudes deutlich preiswerter sei als ein Neubau. Die Stadt setze auf Fördermittel über das sogenannte Investitionskraftstärkungsgesetz. Sobald die Baugenehmigung vorliege und diese Gelder bewilligt seien, befinde der Stadtrat über den Investitionsbeschluss samt konkreter Ablauf-Planung.

Die gelungene Eigentums-Auseinandersetzung mit der Kirchgemeinde – bei der Immobilie handelte es sich bisher um ein Kirchschullehen – hatte den Weg frei gemacht für den Umbau und die Sanierung des Objektes. In der Vorplanung war sogar ein Abbruch des Hauses und ein Neubau an selber Stelle erwogen worden, um – unter Beibehaltung der aktuellen Platzzahl – die Einrichtung heutigen Erfordernissen anzugleichen. Die Gesamtkosten werden auf 850 000 Euro veranschlagt.

Neben dem genannten Förderprogramm will die Stadt möglichst die Leader-Förderung und für Ausstattung und Mobilar das Programm Kita-Invest nutzen. Leader-Geld könne allerdings erst nach Erhalt der Baugenehmigung beantragt werden, so Hiensch. Dass dann auch tatsächlich Geld fließe, „ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar“. Auf jeden Fall aber müsse man sich strikt um eine Optimierung der Kosten bemühen, um die für Eigenmittel gesetzte Marke nicht zu überschreiten.

Die große „Zwergenland“-Gruppe beschäftigt sich seit Wochen intensiv mit der Frage, woher die Lebensmittel kommen. Im Rahmen des Projektes „Vom Korn zum Brot“ waren die Mädchen und Jungen zu Gast in der Backstube von Isabel Kwiezinski. Die Flößberger Bäckermeisterin, die gern mit der Kindereinrichtung zusammenarbeitet, backte gemeinsam mit den Knirpsen ein leckeres Brot. „Das hat wunderbar geschmeckt“, sagte Erzieherin Anja Schütze.

Das Thema Ernährung und Nahrungsmittel-Produktion werde die Kinder noch weiter begleiten. Zuvor hatten sie sich unter anderem schon in einem Frohburger Kuhstall umgeschaut, um zu erfahren, wie die Milch gemolken und verarbeitet wird, ehe sie auf dem Frühstückstisch und in den Müslischüsseln landet.

Das Flößberger „Zwergenland“ hat eine Kapazität von 30 Plätzen. Die Mädchen und Jungen werden von vier Erzieherinnen betreut. Leiterin der kommunalen Einrichtung ist Nicole Hendriock.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Wege zum Kommunalen Jobcenter werden im nächsten Jahr für manchen weiter: Die Kreisbehörde, die zurzeit in sieben Kommunen und neun Gebäuden untergebracht ist, konzentriert ihre Kapazitäten. Künftig finden Leistungsbezieher nur noch in Borna, Grimma, Wurzen und Markkleeberg persönliche Ansprechpartner.

13.09.2016

Die neue Ausstellung in der Geithainer Stadtbibliothek verbindet Gegensätzlich-Verwandtes und zwei sehr verschiedene künstlerische Handschriften. Bei Tabea Heinicker sind es Papiere, Formen, Farben. P. Bocks Schaffenshaltung ist eher eine sinnierend-gebückte, indem er Dinge aufhebt und in neue Zusammenhänge setzt.

13.09.2016

Der neue Verein Bauernrathaus Prießnitz öffnete das markante Bauwerk – und viele wollten erfahren, wie es mit dem bekannten Fachwerkhaus weitergeht. Erst am Donnerstag hatte der Frohburger Stadtrat zugestimmt, dass der Verein die denkmalgeschützte Immobilie übernehmen kann. Sie soll Schritt für Schritt saniert und ein zentraler Punkt des Dorflebens werden.

12.09.2016