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Geithain Frohburg will investieren, aber im Bauamt fehlen die Kräfte
Region Geithain Frohburg will investieren, aber im Bauamt fehlen die Kräfte
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00:20 13.03.2018
BOG Feuerwehr Flößberg: Der Anbau (mit Wappen) hat hinten einen großen Riss Quelle: Ekkehard Schulreich
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Frohburg/Flößberg/Jahnshain

Kommt die Freiwillige Feuerwehr Flößberg zu ihren Diensten zusammen, dann in der ehemaligen Schwesternstation des Dorfes. Das eigentliche Domizil in einem Anbau des Gerätehauses ist aufgrund massiver Schäden nicht mehr nutzbar. Bis zum Sommer 2019, spätestens aber Ende kommenden Jahres, will die Stadt Frohburg jetzt das Problem beheben. Der Stadtrat entschied, das Gebäude zu sanieren. Über eine Investition freuen können sich zudem die Kameraden der Jahnshainer Feuerwehr: Ihr äußerst bescheidenes Depot im Südzipfel des um Kohren-Sahlis erweiterten Stadtgebietes soll noch in diesem Jahr ertüchtigt werden – und erstmals eine Toilette erhalten.

Zwei Varianten in Flößberg abgewogen

Wenn er die Stadt an Leistungsgrenzen sieht, dann meint Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) eher die personellen als die finanziellen. Das wurde erneut deutlich, als er am Donnerstagabend unaufschiebbare Investitionen in Feuerwehren thematisierte. Mangelnde Kapazitäten im Bauamt bremsten die Kommune in ihrem Handlungswillen; es gelte deshalb, Prioritäten zu setzen und sie konsequent abzuarbeiten.

Für die Wiederherstellung des Flößberger Depots – die Fahrzeughalle selbst ist nicht betroffen - stellte er zwei Varianten vor: Wiederherstellung des gerissenen und abgesenkten Anbaus mit Hilfe von – bereits in Aussicht gestellten – Hochwasser-Fördergeldern (Gesamtkosten 300 000 Euro) oder Abbruch und Neubau des Gebäudeteils (420 000 Euro). Letzteres wäre nicht nur deutlich teurer; die Chance, dafür Leader-Fördergeld zu erhalten, sei „vollkommen offen“, so Hiensch: „Wir wollen das Gebäude, wie es war. Es ist sanierungsfähig.“ Deshalb spreche vieles für Variante eins.

Entscheidung für Sanierung

„Wir müssen schleunigst handeln“, sagte Christopher Martin (CDU) und unterstützte diesen Weg nachdrücklich. In diesem Sinn äußerte sich auch sein Flößberger Fraktionskollege Heiner Aurich. Zahlreiche Mitglieder der Wehr verfolgten die Entscheidung von den Besucherrängen aus. Der Stadtrat beschloss einstimmig, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen.

Dass selbst ein Viertel der für Flößberg ins Auge gefassten Summe anderenorts Jahre und Jahrzehnte vertagte Missstände beseitigen kann, zeigte die sich anschließende Debatte zu Jahnshain. Hier agieren die Ehrenamtlichen seit Ewigkeiten verlässlich unter zutiefst bescheidenen Bedingungen. Im Jahr eins der Eingliederung des Dorfes in die Stadt Frohburg warb Hiensch darum, „ein Zeichen zu setzen“.

Umbau in Jahnshain bis Ende 2018

Das kleine Feuerwehr-Depot unter ein neues Dach zu bringen, mit neuen Toren zu versehen und vor allem durch einen Sanitär-Anbau zu ergänzen, sei unverzichtbar und „keine Luxussanierung“. Es gehe um Mindestanforderungen. Die Kosten dafür würden auf 80 000 Euro geschätzt. Man setze auf Fördermittel des Programms „Brücken in die Zukunft“. Der 2018 geplante Einbau einer Absauganlage in Kohren-Sahlis werde auf das nächste Jahr verschoben; dann sei der Jahnshainer Umbau bis Ende 2018 zu schaffen.

„Wir unterstützen das, auch als Feuerwehr von Kohren-Sahlis“, sagte Michael Röthig (CDU). Unterstützung signalisierte ebenso Christopher Schramm (SPD). Der Stadtrat traf einen einstimmigen Beschluss. Frohburg verfügt für Jahnshain über bereits bestätigte Fördermittel, die bis zum Jahresende abgerechnet sein müssen. Für die in das Kohrener Depot vorgesehene Investition ist dagegen ein Jahr länger Zeit, was für eine Verschiebung dieses Vorhabens spreche, so der Bürgermeister: Darüber hinaus müsse sich die Verwaltung in puncto Feuerwehren auf den Abschluss der Baumaßnahmen in Prießnitz und Frankenhain konzentrieren.

Von Ekkehard Schulreich

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