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Frohburger Stadträte fordern klärendes Wort zur Fusion mit Kohren-Sahlis

Antrag geplant Frohburger Stadträte fordern klärendes Wort zur Fusion mit Kohren-Sahlis

Eingemeindung zum 1. Januar 2018? Oder Eiszeit bis zu einem Tage X? Dass Kohren-Sahlis und Frohburg zusammen gehen sollten, steht für Erika Lory und Andreas Mertin außer Frage. Neu aufeinander zugehen, wünschen und fordern sie von den Kommunen. Auf der nächsten Frohburger Ratssitzung wollen sie einen entsprechenden Antrag einbringen.

Blick auf Frohburg. Stadträte fordern endlich Klarheit in Sachen Fusion mit Kohren-Sahlis.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg/Kohren-Sahlis. Eingemeindung zum 1. Januar 2018? Oder Eiszeit bis zu einem Tage X? Dass die Städte Kohren-Sahlis und Frohburg zusammen gehen sollten, weil die geschichtlich, wirtschaftlich, geografisch, mental zusammen gehören, steht für Erika Lory und Andreas Mertin außer Frage. Deshalb auch, weil aus Sicht der beiden Frohburger Stadträte, zu den Fraktionen BuW und Linke gehörend, die Paragrafen einer Eingliederungsvereinbarung in detaillierter und von Vertrauen geprägter Kooperation längst ausgearbeitet sind.

Beide erwarten deshalb ein klares und klärendes Wort – vor allem vom kleineren Partner Kohren-Sahlis, der einen Fusionstermin nicht – wie Frohburg – um ein Jahr, sondern auf unbekannte Zeit verschob. Und derweil auch mit der Nachbarstadt Geithain das Feld möglicher Anknüpfungspunkte auslotet. Neu aufeinander zugehen, das wünschen und fordern Lory und Mertin von Frohburg und Kohren. Auf der nächsten Frohburger Stadtratssitzung am 8. Dezember wollen sie deshalb einen entsprechenden Antrag einbringen.

Nach einer langen, gemeinsam erfolgreich zurückgelegten Wegstrecke plötzlich die Pferde wechseln – für Erika Lory scheint das so fatal wie das trotzige bloße Beharren auf eigener Position. Wenn die angebahnte Fusion von Kohren-Sahlis mit Frohburg doch noch gelingen sollte – und das sollte sie aus ihrer Sicht –, müsse man den Faden unverzüglich wieder aufnehmen. „Es gibt doch viel mehr, das uns eint als trennt“, sagt die 69-Jährige, seit 1990 aktiv in der Frohburger Stadtpolitik. Beispiele: Einwohnermeldeamt, Standesamt, Stadtbibliothek, aber auch die Konfliktfelder Fremdenverkehr und Brandschutz. In allem sei eine Einigung möglich, wenn es den Willen dazu gebe. Doch dazu müssten beide Seiten zurück an den Tisch. „Die Bürger von Kohren-Sahlis und Frohburg wollen wissen, woran sie sind“, sagt Lory. Und : „Der Entwurf der Eingliederung, in mühevoller gemeinsamer Arbeit entstanden, kann doch nicht einfach beiseite gewischt werden.“

„Der Eingemeindungsvertrag war unterschriftsreif“, bestätigt Andreas Mertin. Um auf die Zielgerade einbiegen zu können, fehlten dennoch einige Vorarbeiten und Entscheidungen: „Wir konnten deshalb gar nicht anders, als die Fusion um ein Jahr zu verschieben.“ Das sei kein böser Wille, sondern gesetzlichen Vorgaben geschuldet und nicht zuletzt den Erfahrungen, die Frohburg mit der Eingemeindung Eulatals sammelte, so der 59-jährige Nenkersdorfer: „Wenn wir es machen, dann machen wir es richtig.“

Dass mancher in Kohren-Sahlis plötzlich Zukunftschancen in einem Zusammengehen mit Geithain sehe, könne er nicht nachvollziehen. Statt dieser „Verzögerungstaktik“ sollte man sich über strittige Punkte noch einmal austauschen, „ohne den großen Hammer herauszuholen“. Selbst hinsichtlich der komplexen Personalfrage des Fremdenverkehrsverbandes Kohrener Land – deren Lösung Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) zur Fusions-Voraussetzung erklärte – und zum Brandschutzbedarfsplan – den der Kohrener Stadtrat durchfallen ließ –, sieht Mertin Chancen, sich zu verständigen. Und die Pflicht dazu, denn: „Aussitzen ist für mich keine Lösung!“

Bis Ende des Jahres wünschten sich Erika Lory und er deshalb ein klares, ein klärendes Wort – und eine Weichenstellung, die den Vollzug des Zusammengehens 2018 möglich macht.

Von Ekkehard Schulreich

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