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Geithain Frohburger Weihnachtsmarkt: Viele Besucher am Samstag – Ausfall am Sonntag
Region Geithain Frohburger Weihnachtsmarkt: Viele Besucher am Samstag – Ausfall am Sonntag
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14:42 12.12.2016
Carolin Mäder (rechts) und ihre „Elfen“ präsentierten süße Köstlichkeiten aus Schokolade. Quelle: Gislinde Redepenning
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Frohburg

Am Wochenende stand der Marktplatz in Frohburg ganz im Zeichen des Weihnachtsmarktes – „des schönsten weit und breit und vor allem zur festlichen Beleuchtung in den Abendstunden unvergleichlich“, lobte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) in aller Unbescheidenheit die gut besuchte Veranstaltung. „Das besondere Flair zeigt sich am Abend, wenn die Lichter angehen und es zwischen den Buden gerammelt voll ist.“

Zum Auftakt am Sonnabend hatte Hiensch bereits mit Rainer Musch, Vorsitzender des Gewerbevereins, die ersten Becher Glühwein verkauft, als anderenorts noch gerückt und sortiert wurde. Der Erlös kommt der Organisation und Ausgestaltung des Weihnachtsmarktes zugute. Davon werde beispielsweise das Spielmobil finanziert, dass beim Nachwuchs sehr gut ankomme, so der Bürgermeister. Zwischen den Vergnügungsmöglichkeiten, die Geschick und Geduld fordern, war die elektrische Eisenbahn der Renner.

Kulinarische Schmankerln lockten allerorten. Es duftete nach Glühwein und Rostern, gebrannten Mandeln und heißen Waffeln, nach Kaffee und gezuckerten Brezeln, während die Bühne im Zelt von kleinen Weihnachtsmännern und Weihnachtsmädchen erobert wurde. Der Nachwuchs aus dem Kinderhort „Schlaufüchse“ stimmte mit Gesang, Blockflöten und Gedichten vor einem dicht gedrängten Publikum auf das Fest ein. Eltern und Großeltern klatschten begeistert Beifall.

Draußen drängten sich Besucher um das bunte Angebot: Geschenkideen für den Gabentisch, Kunsthandwerk aus Ton und Keramik, handgemalte Bilder aus der Region, Räucherkerzen und Allerlei aus Korb, Kuscheliges für drüber und drunter zum Anziehen in der kalten Jahreszeit, Originelles wie die „patentierten Eierbecher für Querdenker“.

Vom Pferde- und Tannenhof Andreas Fischer aus Greifenhain kamen die Nadelbäume, die ausgiebig geprüft und begutachtet wurden, ob sie zum Weihnachtsbaum in der heimischen Stube taugten. Süße Spezialitäten, Schokoladiges von der Praline bis zur festlich verpackten Tafel, filigran gearbeitete Figuren zum selber Naschen und Verschenken, bot Carolin Mäder mit ihren hilfsbereiten „Elfen“ an. Plätzchen und Schokofrüchte mochten ihre großen und kleinen Kunden. „Wir haben unsere Schoko-Kräppelchen neu ins Programm aufgenommen und wollen ausprobieren, ob die auch ankommen“, verriet die Inhaberin des Cafés Schoko-Engel.

Rainer Musch freute sich über das attraktive Angebot regionaler Händler. Die Organisation des Weihnachtsmarktes liegt – gemeinsam mit der Stadt – seit Jahren in den Händen des Gewerbevereins. „Wir bieten auch ein umfangreiches Bühnen-Programm.“ Das wurde unter Regie der Diskothek Hifi-Time gestaltet, die für Ton und Technik aller auftretenden Künstler verantwortlich war.

Der Frohburger Weihnachtsmarkt fand sein Ende anders als gedacht: abrupt am Sonntag nämlich, noch ehe er an seinem zweiten Tag öffnen konnte. Der Grund: Wetterprognosen, die schwere Sturmböen und Starkregen befürchten ließen. „Wir hatten auf dem Markt massive Böen, und die sollten laut Wetterdienst bis mindesten 17 Uhr andauern. Aus Sicherheitsgründen konnten wir nicht anders, wir mussten den Markt absagen“, erklärt Rainer Musch, der Vorsitzende des Gewerbevereins. Ein Teil der Händler hätte zu diesem Zeitpunkt für sich bereits eine gleichlautende Entscheidung getroffen. Die Absage sei konsequent gewesen, um niemanden zu gefährden, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Gewerbeverein und Stadt veranstalten den Markt gemeinsam. „Die Frage war für uns: Warten wir mit der Absage bis halb zwei, oder schaffen wir mittags Klarheit?“, so Hiensch. Dafür, dass man sich für Letzteres entschied, hätte man Verständnis registriert, wenngleich der Abbruch – der erste in der Frohburger Weihnachtsmarkt-Geschichte – bedauerlich sei: „Am Sonnabend aber waren Besucher da wie nie zuvor, und sie blieben bis weit in den Abend.“

Von Gislinde Redepenning

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