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Frohburger Weihnachtsmarkt ist großer Trefffpunkt

Frohburger Weihnachtsmarkt ist großer Trefffpunkt


Frohburg. Der Frohburger Weihnachtsmarkt hat Sonntagabend seine Pforten geschlossen, bereits am Sonnabend war er gut besucht.

. In den kommenden zwölf Monaten heißt es nun bei der schnellen Begegnung in der Stadt wieder: „Wir sehen uns auf dem Weihnachtsmarkt!" Erstmals gestaltete die Eschefelder Kindereinrichtung in diesem Jahr das Weihnachtsmarkt-Programm mit.

„Drei Bratwürste, bitte", verlangte Ronald Hempel Sonnabendnachmittag am Stand von Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Man habe nur Glühwein, erklärte der. Der Erlös aus dem Verkauf geht dieses Jahr an die im Juni von einem Brand betroffene Kinder- und Jugendbegegnungsstätte der Stadt. „Dann nehme ich drei Glühwein", zeigte sich Ronald Hempel sehr flexibel. „Wir kommen jedes Jahr zum Bürgermeister", erklärte seine Frau Cornelia Hempel. Als gebürtige Frohburgerin habe sie sich als Kind selbst in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften der Einrichtung ausprobiert. „Schön, dass das in der heutigen Zeit weiter geführt wird, dass die Kinder einen richtigen Anlaufpunkt haben", betonte sie. Dann erklärte ihr Mann: „Jetzt gehen wir Bratwurst essen."

„Viele kommen bewusst an unseren Stand", freute sich Hiensch über die gute Resonanz auf die Aktion. „Man trifft sich auf dem Weihnachtsmarkt, deshalb gehen auch alle Sonnabend und Sonntag", erklärte Marek Preißner. „Auf dem Frohburger Weihnachtsmarkt trifft man Leute, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat", schätzt auch Günter Köhler ganz besonders. Alles sei persönlicher als in den großen Städten, so das beratende Mitglied des Gewerbevereins der Stadt. Er verfolgte gerade das Märchen „Die Hexe und der Grüffelo" auf der Bühne, aufgeführt von Eschefelder Eltern, Erzieherinnen, einer Frohburgerin und Kindern.

Mit kräftigem Beifall belohnten die zahlreichen Zuschauer die Darsteller am Ende. „Wir freuen uns immer, wenn wir die Möglichkeit haben, den Kindergarten zu präsentieren, zu zeigen: Die Kinder werden gut betreut, auch, wenn die Einrichtung klein ist", erzählte Marlen Meschke, die Vorsitzende des Elternrates, nachdem sie das Mikro aus ihrer roten Hexenperücke gefitzt hatte. Die Eschefelder Einrichtung wirkte erstmals beim Weihnachtsmarktprogramm mit, Premiere für das Stück war beim Halloweenfest der Kita im Oktober. „Wir versuchen für das Fest immer etwas Neues zu machen", so die Elternratschefin.

Der Tautenhainer Dieter Scholz schaute auf die Uhr, wann der Auftritt seines Enkels Gregor Henzold beginnt. Die ganze Familie war zum Auftritt des Tautenhainer Karnevalclubs gekommen. „Der Weihnachtsmarkt gefällt mir wunderbar", erklärte Dieter Scholz, der ihn Sonnabend erstmals besuchte.

Das galt auch für Hartmut Häring und seine Frau, die zu Besuch in der Stadt weilten. Am Stand von Monika Ziegler hob er eine Schachtel Riesaer Zündhölzer hoch und verriet: „Hier kommen wir her." Der Weihnachtsmarkt in Riesa sei höchstens halb so groß, auch wenn er länger gehe. Das Frohburger Programm gefiel ihm ebenfalls. „Für uns läuft es hier gut", erzählte Monika Ziegler, die eigene Keramik sowie Bilder ihres Mannes anbot. „Die Leuchtobjekte gehen jetzt am besten", so die Kohrenerin, die zehn Jahre als Grundschullehrerin in Frohburg arbeitete und viele Stammkunden hat.

An der Losbude hätte der siebenjährige Johannes am liebsten ein Polizei-Set gewonnen. Auch dem gleichaltrigen Elias aus Benndorf gefiel das Losen am besten, seine Mutter Petra Harzendorf lobte die Märchenaufführung und die Tanzgruppen der Jugendbegegnungsstätte. „Guck, hier sind aber viele Kinder heute", sagte Christel Schleif zu ihrer dreijährigen Enkelin Emma, als sich beide der Kindereisenbahn „Orient-Express" näherten. Die kleine Flößbergerin wollte unbedingt in der Lok mitfahren, da musste sie mit ihrer Oma ein bisschen warten. „Alles ist schön und unterhaltsam, man trifft Bekannte, und alle Stände geben sich Mühe", lobte die Frohburgerin.

Einen Stern aus rotem Glanzpapier für ihr Kinderzimmerfenster faltete die zehnjährige Caroline Mittelstedt an der Spiel- und Bastelstraße im Bürgerzentrum. Erstmals lief diese in Regie der neuen Kinderkrippe „Storchennest". Das sei gut nachgefragt, erzählte Carolines Mutti Katrin Mittelstedt, Erzieherin in der Einrichtung, Engel und Sterne seien der Renner. Beides hatte auch die siebenjährige Lavinia Schneidenbach gebastelt. Genau wie ihrer Mutti gefiel ihr die Märchenaufführung am besten. „Ich wohne hier – wenn hier was gemacht wird, kommen wir auch", sagte Jana Schneidenbach.

Inge Engelhardt

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