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Frohburger starten Weltreise

Frohburger starten Weltreise

Anfang März brechen die Frohburger Erika und Axel Seyffarth zu einer Weltreise auf. Drei bis vier Jahre wird die dauern, schätzen die beiden. Sie haben dann nicht nur die besten Wünsche von Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch im Gepäck, sondern auch ein kleines Ortsschild ihrer Heimatstadt.

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Sie starten in den nächsten Tagen zu einer Weltreise: Erika und Axel Seyffarth. Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (Mitte) überreichte ein Ortsschild.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Das soll im Schilderwald von White Hourse in Kanada aufgestellt werden.

 

 

Abenteuer- und reiselustig waren die beiden Jungsenioren schon immer. Im Jahr 2012 beispielsweise legten sie zu Fuß die Strecke von München über die Alpen nach Venedig zurück. "Bisher aber haben wir nur Gegenden in Europa kennengelernt", so der 65-Jährige Gebäudereinigermeister, der eine eigene Firma hatte und jetzt mit seiner Gattin das Rentenalter genießen möchte. Aber nicht auf der heimischen Couch, sondern im zum Expeditionsmobil umgebauten Unimog. Den in Frohburg Geborenen und Aufgewachsenen hatte es zwischenzeitlich nach Brandenburg verschlagen. Doch vor zweieinhalb Jahren kehrte er mit seiner Frau hierher zurück.

2012 wurde die Idee für eine Weltreise geboren. "Ich wollte eigentlich immer mal nach Tibet. Als ich diesen Wunsch äußerte, sagte mein Mann: ,Dann können wir ja gleich eine Weltreise machen'. Und so kommt es jetzt", schmunzelt Erika Seyffarth. Denn die Idee ließ die beiden seither nicht mehr los. Anfang vorigen Jahres begannen die Reisevorbereitungen. "Da ist ja vieles zu beachten und zu organisieren. Eine Unmenge Dokumente sind nötig. Wir sind auch immer noch nicht durch mit dem Impfprogramm. Umfangreiche Recherchen im Internet gab es. Mein Mann machte bei Lätzschs einen Grundkurs für technische Hilfe, falls der Unimog mal streikt und und und", zählt sie auf.

Gelebt und geschlafen wird unterwegs im besagten Gefährt, das einem Wohnmobil ähnelt, drei Betten, eine Heizung, eine eigene Wasserversorgung, Kühlschrank und vieles andere hat. "Große Ansprüche an Luxus darf man aber dennoch nicht stellen", so das Urteil des Frohburger Bürgermeisters nach einer Stippvisite im Inneren.

Am 5. März jedenfalls geht die Fahrt in Frohburg los. Drei Tage später wird das Gefährt in Hamburg verschifft, tritt die Seereise ins kanadische Halifax an. Seyffarths fliegen am 24. März ab Frankfurt/M. nach Kanada, um zwei, drei Tage später das Auto in Empfang zu nehmen. An der Ostküste entlang geht es durch das Land. Ein wichtiger Halt wird dabei der besagte Schilderpark sein. "Er entstand, als die Erbauer des Highways einst die Schilder ihrer Heimatorte mitbrachten und aufstellten. Wenn alles klappt, wird auch das Frohburger bald dort zu finden sein", so der Weltreisende in spe. Über die USA, Mexiko, Peru, Bolivien geht es dann südwärts. In Buenos Aires oder Montevideo soll nach Südafrika oder Namibia "übergesetzt" werden, um dann quer durch diesen Kontinent zu fahren. In Israel will die Nichte der Familie dazustoßen.

Indien, Nepal und das so ersehnte Tibet folgen, ehe über die Mongolei, Russland und Anliegerstaaten wieder Kurs auf die Heimat genommen wird. "Ich schätze, da kommen so etwa 100 000 Kilometer zusammen", denkt Seyffarth.

Für Hiensch ist dabei wichtig: "Auch in dieser Zeit bleiben die beiden weiter Frohburger, gehen uns also als Einwohner nicht verloren. Wir werden auf jeden Fall übers Internet ihre Tour verfolgen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.02.2014
Thlang

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