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Geithain Frohburger wollen Klarheit: Kohren soll bis Ende Februar Wunschpartner nennen
Region Geithain Frohburger wollen Klarheit: Kohren soll bis Ende Februar Wunschpartner nennen
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14:19 09.12.2016
Die Stadt Kohren-Sahlis soll sich bis Ende Februar in Sachen Fusionspartner entscheiden. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Kohren-Sahlis

Wissen, woran er mit Kohren-Sahlis ist: Das will der Frohburger Stadtrat. Er folgte am Donnerstagabend deshalb mehrheitlich einem Antrag von Linken und BuW, über den aktuellen Stand der Eingemeindung von Kohren-Sahlis nach Frohburg öffentlich zu sprechen. Und er forderte den Kohrener Stadtrat und den Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU) auf, bis 28. Februar 2017 zu erklären, ob ein Zusammenschluss beider Kommunen per 1. Januar 2018 angestrebt werde – oder eben nicht. Kritik an diesem Kurs kam lediglich aus der CDU-Fraktion, weshalb der Beschluss bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung zustande kam.

„Wir können mit offenem Visier arbeiten. Jeder kann sehen, welche Position der Einzelne einnimmt“, sagte Andreas Mertin (Linke) zu Beginn der Ratssitzung. Er beantragte, nicht erneut – wie seit Monaten schon in Frohburg wie Kohren-Sahlis praktiziert – hinter verschlossener Tür über die Fusion zu debattieren. Er bekräftigte den Standpunkt, den Erika Lory (BuW) und er vor wenigen Tagen in der LVZ geäußert hatten: Die Bürger beider Städte erwarteten endlich Klarheit. Die Sache aussitzen zu wollen, sei der falsche Weg. Wolfram Gabler (CDU) kritisierte Mertins veröffentlichtes Statement: „Wir hatten in der vergangenen Sitzung so gut wie ausgemacht, dass wir eine diplomatische Lösung wählen.“ Mertin indes bestand darauf, sich als Stadtrat nicht den Mund verbieten lassen zu wollen.

Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) unterstützte das. Er habe überhaupt keine Probleme, offen zu diskutieren: „Ich höre das Echo der Bürger auch, die fragen: Was wird denn hinter verschlossenen Türen besprochen.“ Kohren-Sahlis, benannte er den aktuellen Stand, wolle jetzt zunächst ein Angebot der Stadt Geithain abwarten, ehe man sich für einen Partner entscheide. Dieses Angebot solle nach seiner Kenntnis Ende Dezember vorliegen. Jetzt eine Entscheidungsfrist zu setzen, baue keinen Druck auf, sei aber sinnvoll, denn vieles auch für Frohburg hänge von dieser Klarheit ab. Einen Termin 28. Februar 2017 sehe er deshalb „als Zeichen, das Geeiere zu beenden“.

Frohburg brauche Planungssicherheit und deshalb einen Termin, sagte Egbert Korndörfer (Freie Wählergemeinschaft Eulatal). „Alle wissen, dass wir wissen wollen, woran wir sind – auch die Kohrener“, hielt Michael Franke (CDU) dagegen. Einen Termin-Beschluss halte er für ein Druckmittel und deshalb für „völlig falsch“.

Letztlich aber stand eine klare Mehrheit für mehr Klarheit: Die Frohburger ersuchen die Verantwortungsträger von Kohren-Sahlis, sich bis Ende Februar zu erklären – ob sie den eingeschlagenen Weg in Richtung Frohburg fortsetzen möchten oder ob sie statt dessen in der Stadt Geithain den probaten Partner für eine gesicherte Zukunft sehen.

Von Ekkehard Schulreich

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