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Frohburgs Schulleiter ist stolz: „Sehr guter Jahrgang“ verlässt die Oberschule

Ehrung in Dresden Frohburgs Schulleiter ist stolz: „Sehr guter Jahrgang“ verlässt die Oberschule

Wirklich schmücken kann sich Ingo Pfretzschner, der Leiter der Frohburger Oberschule, mit den Absolventen, die jetzt das Haus verlassen: Mehr als die Hälfte schloss mit Auszeichnung, Sehr gut oder Gut ab. Erfreulich für Pfretzschner zudem: Der Bau der Schulerweiterung hat begonnen. Er soll die Lernmöglichkeiten verbessern.

Blick auf die Frohburger Schule.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Die letzten großen Ferien beginnen mit einem Hochgefühl: Saskia Persek, Annika Lötzsch und Anika Mäder schließen ihre Oberschul-Laufbahn in Frohburg mit fabelhaften Ergebnissen ab. Während Erstere glatt 1,0 schaffte, stehen in den Zeugnissen der beiden anderen mit lediglich einer Ausnahme Einsen. Freude darüber auch bei Schulleiter Ingo Pfretzschner. Die beiden 10. Klassen, die am Freitagabend bei einem Festakt in der Turnhalle verabschiedet wurden, nennt er „einen sehr guten Jahrgang“.

„Einfach war es nicht, aber die Anstrengungen haben sich gelohnt“, sagt Saskia Persek (10b). Am Ende der 9. Klasse habe sie drei Zweien auf ihrem Zeugnis gehabt: „Das wollte ich übertreffen. Schön, dass das gelungen ist. Meine Eltern sind total überwältigt.“ Für ihren Berufsweg hat die 16-jährige Frohburgerin klar umrissene Vorstellungen. Kauffrau im Gesundheitswesen will sie werden, beginnt am 1. August ihre Ausbildung bei der KKH in Leipzig. Um die Stelle zu bekommen, habe sie mehrere Eignungstests erfolgreich absolviert. Sie freue sich darauf – jetzt vor allem aber erst einmal auf den Urlaub.

Einen Abschied von der Schule gibt es für Annika Lötzsch noch nicht: Die 16-Jährige macht in den nächsten drei Jahren am Beruflichen Schulzentrum in Böhlen ihr Abitur. Biotechnik studieren möchte sie danach oder vielleicht Lehramt. War die Oberschule für sie ein Umweg, um die Hochschulreife zu erlangen? „Im Nachhinein hat sich bestätigt: Ich habe mich richtig entschieden mit dem Besuch der Frohburger Oberschule“, sagt sie. Diese Zeit sei ein wichtige und prägende gewesen; sie habe viel gelernt, gute Freunde gefunden: „Das Abitur jetzt zu machen, ist für mich der richtige Zeitpunkt.“

„Ich bin sehr stolz, dass ich so einen Abschluss geschafft habe“, sagt Anika Mäder, in Roda zu Hause. Die Oberschul-Zeit sei ein wichtiger Lebensabschnitt. Sie habe viel gelernt, „auch über mich, habe meine Stärken und Schwächen erkannt“. Auch sie hat sich für eine Ausbildung bei einer Krankenkasse entschieden: Ab August lernt die 16-Jährige bei der IKK; die praktische Ausbildung erfolgt in Grimma. Bei der Berufswahl sei ihr die mehrere Schuljahre durchziehende Vorbereitung durchaus zupass gekommen – und sie habe die Ausbildung gefunden, die sie sich wünsche.

Neben Saskia, Annika und Anika reisten am Montag drei weitere Frohburger Oberschüler zur Auszeichnungsveranstaltung, zu der Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) die Besten des Jahrgangs eingeladen hat. Für Schulleiter Ingo Pfretzschner ein Erfolg, der sich auch daran zeige, dass mehr als die Hälfte der Frohburger Absolventen mit Auszeichnung, Sehr gut oder Gut abschließe. Insgesamt verlassen 48 Realschüler und sieben Hauptschüler – vier mit einem qualifizierten Abschluss – die Bildungseinrichtung. Dabei habe es bei den Prüfungen allerhand Aufregung gegeben, hatten sich in Dresden doch Unbekannte der Prüfungsunterlagen bemächtigt, so Pfretzschner: „Wir mussten deshalb in Leipzig neue Unterlagen abholen. Überraschenderweise fiel die Mathe-Prüfung vielen nicht so schwer wie sonst: Bei uns gab es fünfmal die Note 1.“

Dass auch über die Sommerferien keine Ruhe auf dem Schulgelände einziehen werde, hofft der Schulleiter ausdrücklich: Die Stadt Frohburg hat mit der Errichtung eines Erweiterungsbaus am Nordgiebel begonnen. Wenn der ambitionierte Zeitplan zu halten ist, soll das Bauwerk nach dem Sommer 2017 bereits nutzbar sein. „Wir warten sehr darauf. Es wird langsam eng bei uns.“

Von Ekkehard Schulreich

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