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Geithain Fünftklässler aus Ortsteilen nötig
Region Geithain Fünftklässler aus Ortsteilen nötig
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17:25 19.05.2015

Er sorgt sich um die Zukunft der Schule, wenn künftig neue Fünftklässler aus den Frohburger Ortsteilen ausbleiben sollten.

"Es kann insbesondere vom Schulträger aller Schulen in Frohburg dauerhaft wohl kaum akzeptiert werden, dass im kommunalen Haushalt über Jahre hinweg erhebliche finanzielle Mittel in die Bildungsinfrastruktur der Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Eulatal fließen und die Mittelschule Frohburg dann von diesen Bildungseinrichtungen benachteiligt wird", ließ Hiensch jüngst im Stadtratsrund wissen.

Denn trotz der guten Anmeldezahlen für die 5. Klassen läge in diesem Jahr nicht eine einzige Anmeldung aus der Grundschule Frankenhain für die Mittelschule Frohburg vor. Kürzlich hatte Hiensch bereits kritisiert, dass der Mittelschule nicht die Möglichkeit geboten wurde, für sich so zu werben, wie es die Mittelschulen Bad Lausick und Geithain in Frankenhain taten.

Als einen wichtigen Grund, sich nicht für Frohburg zu entscheiden, sieht das Stadtoberhaupt jedoch auch die bisher unbefriedigende Lösung der Anbindung von Ortsteilen der Stadt an den öffentlichen Personennah- und Schülerverkehr. "Bürgermeister und Stadtverwaltung fordern bereits seit längerem vom Landratsamt eine Neukonzipierung und bessere Anbindung des Busverkehrs aus den Ortsteilen nach Frohburg", unterstrich er. Dabei wisse man natürlich, dass nicht aus jedem Ortsteil ein durchgängiger Busverkehr nach Frohburg organisiert werden könne. "Dass beispielsweise Tautenhainer oder Ottenhainer Schüler in Richtung Geithain abwandern, dürfte kaum zu verhindern sein und muss auch nicht nachteilig sein für Frohburg und die gesamte Region. Aber zumindest Schülern aus Frankenhain, Prießnitz und anderen nahe gelegenen Ortsteilen muss durch den öffentlichen Personennah- und Schülerverkehr nach Frohburg eine echte Alternative bei der Schulauswahl eingeräumt werden", so das Stadtoberhaupt.

Probleme gäbe es zudem - trotz Änderung des Grundschulbezirks - seit Jahren für Flößberg, da sich die Flößberger Eltern nicht auf eine einheitliche Fahrzeit verständigen könnten. Der Landkreis verweise darauf, dass der Schülerverkehr in seiner Zuständigkeit nur für den Schulbesuch, nicht aber den Besuch des Hortes gelte. Deshalb gebe es auch für die neuen Erstklässler aus Flößberg derzeit noch keine befriedigende Lösung, weil zwei Kinder aus der künftigen dritten Klasse nicht den Hort besuchen wollen.

"Grundsätzlich muss ich nochmals an den Stadtrat und die Öffentlichkeit appellieren, dass die Mittelschule weitere und noch mehr Unterstützung braucht", so Hiensch. Das habe auch eine Versammlung des Schulfördervereins einen Tag vor der Stadtratssitzung gezeigt. Das Stadtoberhaupt zeigte sich enttäuscht darüber, dass derzeit nur etwas mehr als 30 Vereinsmitglieder bereit seien, über einen Jahresbeitrag von 15 Euro die Frohburger Mittelschule mit zu unterstützen. Es gäbe sogar Austrittserklärungen von Mitgliedern, die diesen Obolus nicht mehr aufbringen wollten. Deshalb warb er nochmals um Mitglieder für den Förderverein oder auch für Spenden an den Verein, die in jedem Fall der Schule und hauptsächlich den Schülern zugute kämen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.04.2013

Thomas Lang

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