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Geithain Für Kitas in Narsdorf und Ossa steht Trägerwechsel an
Region Geithain Für Kitas in Narsdorf und Ossa steht Trägerwechsel an
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08:00 25.06.2017
Sommerfest der Kita „Rasselbande“ in Narsdorf. Quelle: Jens Paul Taubert
Narsdorf/Ossa

Den Kindertagesstätten „Rasselbande“ Narsdorf und „Abenteuerland“ Ossa steht ein Wechsel des Trägers bevor: Der Verein Ländliches Leben Colditz, der beide Einrichtungen führt, zieht sich zum Jahresende zurück. Nichts zu tun hat diese Entwicklung mit der Eingemeindung der Gemeinde Narsdorf in die Stadt Geithain in diesem Sommer. Vielmehr stößt der Verein selbst an wirtschaftliche und logistische Grenzen. Er hat deshalb mit der Gemeinde Narsdorf und mit der Stadt Geithain eine Vereinbarung unterschrieben, der die Trägerschaft zum Jahresende auflöst.

„Dieser Schritt erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen. Das Ländliche Leben hat aus Kostengründen darum gebeten“, informierte der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) den Stadtrat. Die Stadt werde jetzt auf Trägersuche gehen und eine entsprechende Ausschreibung vorbereiten. „Für die Eltern besteht keinerlei Grund zur Sorge, auch nicht für das in beiden Einrichtungen beschäftigte Personal.“ Die Erzieherinnen und technischen Mitarbeiter gingen auf einen neuen Träger ohne Änderungen über. Die Kontinuität des Betriebs beider Kindertagesstätten bleibe gewahrt. Narsdorf hatte vor einem Jahrzehnt beide Einrichtungen an den Verein gegeben, um Kosten zu sparen. Die „Rasselbande“ hat eine Kapazität von 85, das „Abenteuerland“ von 31 Plätzen.

„Der Entschluss, uns aus Narsdorf und Ossa zurückzuziehen, ist schon länger gereift“, sagt Vereinschef Matthias Schmiedel, zugleich Colditzer Bürgermeister (parteilos): „Wir sind ein kleiner lokaler Träger, und die beiden Außenstellen Narsdorf und Ossa sind durch ihr ständiges Wachstum für uns immer mehr zu einer logistischen Herausforderung geworden.“ Der Verein, der weitere Kindereinrichtungen in Zschadraß, Hausdorf, Erlbach und Sermuth betreibt und sich seit 2016 außerdem um den Breitband-Ausbau im ländlichen Raum kümmert, wolle sich künftig auf diese zu Colditz zählenden Gemeinden konzentrieren. 2007 habe man in Narsdorf und Ossa mit einer Auslastung von gerade einmal 40 bis 45 Prozent begonnen, jetzt sei man nahe der 100-Prozent-Marke. „Und es wird weiterer Bedarf in den kommenden Jahren prognostiziert. Der Autobahn-Anschluss und Eigenheimbaugebiete sind die Auslöser.“ Der Verein habe in den zurückliegenden Jahren die Einrichtungen stetig aufgewertet und voran gebracht, wobei das Engagement der Mitarbeiter eine große Rolle gespielt habe: „Dafür sind wir sehr dankbar.“ Man werde den neuen Träger bei der Übernahme nach Kräften unterstützen.

Von Ekkehard Schulreich

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