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Fundstücke reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück

Fundstücke reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück

Gegenüber der Benndorfer Kirche soll "An der Wyhra Nr. 1" statt der jetzigen Gebäuderuinen, die laut einer im Lehm gefundenen Zahl um 1800 errichtet sein dürften, bald ein schicker barrierefreier Dreiseitenhof mit Wohnungen entstehen.

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Die Archäologen Sven Kretzschmar (l.) und Peter Rudolph fanden in der Bausohle Zeugnisse aus vergangenen Jahrhunderten.

Quelle: Thomas Lang

Benndorf. Das hat sich Bauherr Jens Scheffler auf die Fahne geschrieben. In einem ersten Bauabschnitt sollen es neun Wohnungen in Größen von 50 bis 100 Quadratmetern werden. Später könnten weitere hinzukommen. "Wenn alles wie geplant klappt, sollen im Frühjahr 2015 die ersten Mieter einziehen können. Zwei haben wir schon", so der Benndorfer. Er möchte den neuen Gebäuden ländliches Ambiente angedeihen lassen, einbezogen sei ein Garten mit Streuobstwiesen.

Doch bevor es so weit ist, dürfte noch manch Tropfen Schweiß fließen. In den vergangenen Tagen waren jedenfalls zunächst einmal die Archäologen vor Ort, um die Gründung des Neubaus zu untersuchen. Sie entdeckten dabei durchaus Interessantes. "Auf den ersten Blick erscheint die Bausohle unspektakulär. Doch wir sind auf Mauerwerke verschiedener Vorgängerbauten gestoßen", so Sven Kretzschmar vom Landesamt für Archäologie Dresden. Er hat mit seinem Kollegen Peter Rudolph Pfostengruben freigelegt. Die beiden fanden blaugraue Scherben, die aus dem 14. Jahrhundert stammen dürften, wie auch Brandreste in einer Grube, die auf eine Ofenanlage hindeuten.

Die Fundstücke wurden gewaschen und mitgenommen. Sie werden nun gründlich untersucht, um ihr Entstehen zeitlich noch genauer einordnen zu können. "Wir haben Material gefunden, das bis zum 10. Jahrhundert zurückreichen dürfte, aber auch Dinge, die ins 18. Jahrhundert passen. Das ging querbeet", schildert Rudolph. Bauherr Scheffler fand die Ergebnisse ihres Tuns überaus interessant. "Also haben weit vor der Ersterwähnung Benndorfs hier Menschen gewohnt. Auch das dürfte ein interessanter Ausschnitt für die Ortsgeschichte sein", bekundet er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.04.2014
Thomas Lang

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Von Redakteur Thomas Lang

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