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Geithain Fußballern fehlen Hallenzeiten
Region Geithain Fußballern fehlen Hallenzeiten
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14:20 19.05.2015
Die Tanzgruppen von "Colorfull Misrana" nutzen die kleine Turnhalle der Bad Lausicker Oberschule immer freitagabends und kommen sich so nicht mit anderen Vereinen ins Gehege. Quelle: Peter Krischunas

Die LVZ hörte sich bei Vereinen in der Kurstadt um, wie die Verantwortlichen mit der Situation umgehen. Große Vereine wie der heimische Fußballklub können diese Zeit wegen des eingeschränkten Trainingsbetriebs nur schwer überbrücken.

"Ohne das Engagement der Eltern unserer Nachwuchsspieler könnten wir den Trainingsbetrieb nicht aufrechterhalten", erklärt Bernd Lautenschläger, Chef des Fußballklubs (FC) Bad Lausick 1990. Immerhin rund 150 Kicker, die in allen Altersklassen vertreten sind, mussten den Winter über bis heute koordiniert werden. Besonders schwer vom Abriss der alten Turnhalle sei der komplette Nachwuchsbereich betroffen. Zwar sind einige Altersklassen wie die A, B- und C-Junioren bestrebt, so oft wie möglich draußen zu trainieren, doch bei schlechtem Wetter müssen sie in eine Halle ausweichen. Dafür nutzt man derzeit die Hallen am ehemaligen Gymnasium und an der Oberschule.

Doch die Kleinsten im Verein, die E-Junioren, blieben außen vor. "Die Eltern haben selber Trainingszeiten in Hallen der umliegenden Ortschaften organisiert", so Lautenschläger. Unterstützung wie diese waren gerade für die Vorbereitung auf die zweite Spielhälfte die Rettung des Vereins. "Hier liegt unser größtes Handicap: Die Stadt schließt die Sporthallen prinzipiell in den Ferien, was unsere Saisonvorbereitungen erheblich einschränkt", erklärt der Chef des Fußballclubs. Für die Zukunft sei dieser Umstand gerade in den Winterferien nicht haltbar.

Die Spieler der 1. Männermannschaft wichen indes auf die Halle in Otterwisch aus. Dafür musste allerdings die Damenmannschaft komplett auf ihr Wintertraining verzichten, betont Lautenschläger.

Anders sieht es bei den kleineren Vereinen in der Kurstadt aus. Aufgrund ihrer geringeren Mitgliederzahlen sind die flexibler und zum Teil nur wenig auf eine dritte Halle angewiesen. Axel Höer, der Architekt der neuen Zwei-Felder-Halle, leitet den Karateverein Bad Lausick. "Wir nutzen für unser Training eigentlich nur die Hallen des ehemaligen Gymnasiums und der Oberschule", so Höer. Lediglich für die Sommerlager mit Lehrgängen habe man die Jahre zuvor die alte städtische Halle genutzt. Doch da gäbe es Ausweichmöglichkeiten. "Bis zur Fertigstellung sollten die hiesigen Vereine Einsicht zeigen. Wer eine neue Halle möchte, sollte für die paar Monate auch mit ein paar Einschränkungen leben können", erklärt Höer.

Auch die Tanzgruppe "Colorfull Misrana" hat keinerlei Probleme, was Trainingszeiten angeht. "Wir sind freitagabends immer die Letzten in der Turnhalle der Oberschule. Deshalb kommen wir mit anderen Vereinen nicht ins Gehege", erklärt die Leiterin Constanze Kleinert. Bislang gab es keinerlei Probleme bei den Abstimmungen mit der Stadtverwaltung. Die alte Halle habe man nie genutzt.

Hans Kirschnick leitet die Kraftsportler in der Kurstadt. Bislang nutzte man nur zweimal die kleine Turnhalle der Grundschule für die Wettkämpfe. Trainiert wird im eigenen Vereinsraum, der praktischerweise nur hundert Meter entfernt von der Turnhalle liegt. "Die alte städtische Halle haben wir nie genutzt und die neue Sporthalle werden wir nach heutigem Stand auch nicht brauchen", so der Bad Lausicker.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.04.2014
Peter Krischunas

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