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Geithain Geithain: Eichen aus dem Pfarrholz für die Kirche St. Nikolai
Region Geithain Geithain: Eichen aus dem Pfarrholz für die Kirche St. Nikolai
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17:56 29.02.2012

. Während er die nächsten Jahre trocknet, muss eine Notreparatur halten. Die stolze Nikolaikirche prägt das Bild der Stadt. „Ich möchte, dass die Geithainer über dieses Gebäude etwas wissen, über den Schaden und was gemacht wird", sagt Geithains Pfarrer Markus Helbig.

Den Schaden verursacht habe eine undichte Stelle im Dach des Nordturmes. Nun ist ein 13 Meter langer Sparren kaputt, ein wichtiges Bauteil der Dachkonstruktion. Das Problem: Eine Reparatur kann nur von außen erfolgen. Sehr langfristig ist nun der Austausch dieses und weiterer Balken in der Nikolaikirche geplant. Das nötige Zeitfenster dafür soll zunächst eine Notreparatur im Frühling schaffen, bei der das Dach abgedichtet, der betroffene Sparren unterstützt wird. Dieses Konstrukt soll möglichst die kommenden sechs Jahre halten, denn ungefähr so lange dauert es, bis das Holz eines frisch geschlagenen Baumes trocken genug für den Einbau wäre.

Die Bäume will Helbig im kircheneigenen Pfarrholz schlagen lassen. Kirchenförster Rüdiger Häge hat bereits mehrere stattliche Eichen in dem kleinen Wald zwischen Geithain und Frankenhain angezeichnet. Er ist als Revierförster für mehrere Kirchenwälder im Freistaat zuständig, Helbig ist froh, mit ihm einen kompetenten Ansprechpartner zu haben. Gemeinsam mit dem Geithainer Zimmermann Sven Woggon hat Häge die Bäume begutachtet und ausgewählt. Dabei achtete er darauf, solche Eichen auszusuchen, die beispielsweise mit anderen in der Nachbarschaft konkurrieren, so dass auch der Baumbestand einen Nutzen hat, wenn sie fallen.

Sobald die Bedingungen passen, angefangen von der Temperatur, werden Fachleute die großen Bäume fällen und noch im Wald die Rohmaße der neuen Balken aus dem Holz schneiden. Bis zu 13 Meter lang müssen sie sein und an die 25 Zentimeter hoch. Diese Rohlinge werden dann auf dem Pfarrhof mehrere Jahre lagern und trocknen, bevor sie in der Kirche eingebaut werden können.

Das Kirchspiel Geithainer Land versuche, mit eigenen Mitteln zu arbeiten. Das sei eine ganz andere Herangehensweise, erklärt Helbig: „Was haben wir und wie gehen wir damit am besten um?", beschreibt er sie. Die Geithainer und jeden, der die Kirche betrachtet, mitzunehmen auf diesem längeren, nachhaltigen Weg, ist ihm wichtig. Wenn sich im Einzelfall jemand einbringen möchte oder noch eine gute Idee habe, so sei er willkommen, sagt der Pfarrer.

Inge Engelhardt

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