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Geithain Geithain: Jahrelanges Bauen hat sich gelohnt – Wickershain ist herausgeputzt
Region Geithain Geithain: Jahrelanges Bauen hat sich gelohnt – Wickershain ist herausgeputzt
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00:20 21.08.2017
Die Brücke über die Eula ist repariert, der Parkplatz dahinter erstmals befestigt. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain/Wickershain

Das große Bauen hat ein Ende: Seit das Hochwasser der Eula Wickershain im Frühsommer 2013 unter Wasser und Schlamm setzte, investierte die Stadt Geithain in den vergangenen Jahren rund 1,6 Millionen Euro, um die Schäden an Brücken und Verkehrswegen zu beseitigen. Möglich machte das das Sonderprogramm des Freistaates, das viele betroffene Kommunen nutzten und das eine komplette Förderung erlaubte. Allein der Ausbau der Dorfstraße kostete rund eine halbe Million Euro. Vier Brücken wurden instandgesetzt oder gänzlich neu gebaut, der Radweg Richtung Innenstadt erneuert. Letztes Vorhaben war die Instandsetzung des Parkplatzes an der einstigen Kaufhalle. Das wurde soeben abgeschlossen.

Ortsvorsteher Günter Neumann zeigt auf das abgedeckte Volleyballfeld. Den Platz würde der Ortschaftsrat gern als Treffpunkt für alle Generationen herrichten. Quelle: Jens Paul Taubert

Monate und Jahre mit Baustellen leben im Dorf, mit Vollsperrungen, Umleitungen, Einschränkungen – leicht sei das nicht gewesen, doch das Ergebnis könne sich sehen lassen, sagt der Wickershainer Ortsvorsteher Günter Neumann. „Dafür sind wir dankbar, auch wenn mancher sagt: Das eine oder andere hätte man vielleicht anders machen können.“

Neumann sagt das vor allem mit Blick auf die Eula-Brücke nahe des Parkplatzes. Die ist schmal, entbehrt eines Fußwegs und ist für große Landmaschinen, die sie passieren müssen, eine Herausforderung. Diese Brücke konnte nur repariert werden; eine Verbreiterung wäre mit Flut-Geldern nicht möglich gewesen und hätte das Budget gesprengt. Dass jetzt lediglich eine gestrichelte Linie auf dem Asphalt Fußgänger und Radler schützen soll, hält der Ortsvorsteher für nicht eben glücklich: „Der Platz für eine breitere Brücke wäre ja da.“ Andere Kritiker stießen sich daran, dass der einst unbefestigte, überspülte Weg Richtung Freibad asphaltiert wurde.

Gelungen nennt Neumann die Gestaltung des bisher nur mit Splitt beschichteten, ungeordneten Parkplatzes. „Der ist schön geworden. Schulkinder, die mit dem Rad herkommen und in den Schulbus einsteigen, finden jetzt Fahrradbügel vor.“ Der Platz könne, wenn Wickershain etwas Größeres feiere, für die Aufstellung eines Festzeltes genutzt werden. Das Lob verbindet der Ortsvorsteher mit einem Wunsch an die Stadt: Der dahinter liegende Bolzplatz, auf dem sich die Volleyballer dienstags zum Spiel treffen, der aber vor allem eine große, nicht gestaltete Wiese ist, sollte ein „Mehrgenerationen-Platz“ werden: „Wir hoffen, dass uns der Bürgermeister dabei unterstützt.“ Ein paar Bänke gehörten her, ein paar Spielgeräte, denn der Platz sei idyllisch mit Blick auf die Marienkirche, das Wickershainer Wahrzeichen.

Neben dem Brücken- und Straßenbau wurden in Wickershain Wasserleitungen und Kanäle erneuert, verlegte der Energieversorger Mitnetz Strom weite Teile des Ortsnetzes unter die Erde, erneuerte die Kommune die Straßenbeleuchtung. „Aufgrund der neuen Brücken und des Bachausbaus läuft das Wasser der Eula jetzt besser ab als vor dem Hochwasser“, sagt Neumann. Der Bau eines Dammes südlich des Dorfes, der die Fluten der Eula zurückhalten könnte, werde von den Verantwortlichen nicht weiter verfolgt. Es wäre aber schon viel erreicht, wenn der Lauf des Baches regelmäßig gesäubert würde. Hierauf werde der Ortschaftsrat weiter drängen. Geithain indes will demnächst noch ein letztes Stück Straße am Ortsausgang Richtung Narsdorf in Ordnung bringen – mit eigenen Mitteln.

Von Ekkehard Schulreich

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