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Geithain Geithain: „Little Stars“ setzen auf Sprache
Region Geithain Geithain: „Little Stars“ setzen auf Sprache
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20:55 05.11.2018
Bei schönstem Herbstwetter rechen Rieke, Lucienne, Arndt und Estelle (von links) Laub im großen Garten der Geithainer Kindertagesstätte „Little Stars“. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Schon der Name „Little Stars“ verweist darauf: In der Kindereinrichtung im Geithainer Neubaugebiet wird – neben deutsch natürlich – intensiv englisch gesprochen. Auf die spielerische Vermittlung einer Fremdsprache setzt das Haus, seit es 2011 von der IWS Integrationswerk Westsachsen gGmbH übernommen wurde. „Wir sind der Überzeugung, dass den Kindern die Welt weiter offen steht, wenn sie früh schon an andere Sprachen herangeführt werden“, sagt Lutz Pilling, seit wenigen Monaten Geschäftsführer des in Glauchau ansässigen Bildungsträgers.

Von der Kita bis zur Hochschulreife in Geithain zweisprachig

Obwohl sich die IWS-Aktivitäten bisher auf Westsachsen konzentrierten, sei Geithain doch ein besonderer Standort: Schließlich gehörten drei hier ansässige, auf Fremdsprachen ausgerichteten Schulen zum Unternehmensverband – das Internationale Gymnasium, das Internationale Wirtschaftsgymnasium und die International Primary School.

Ein Bildungszentrum in Geithain zu schaffen, das Perspektiven öffne vom Kindergarten bis zur Hochschulreife, „war unser Ursprungsgedanke. Wir sind sehr froh, dass wir das inzwischen anbieten können – und dass das von Eltern und Heranwachsenden angenommen wird“, sagt Pilling. Die Sprach-Kita „Little Stars“ betrachtet er zudem als Basis, um im Landkreis Leipzig und vor allem auch in Leipzig selbst stärker Fuß zu fassen: „Der Bedarf ist auf jeden Fall vorhanden. Wir würden uns deshalb in der Region gern breiter aufstellen.“

Im Wettbewerb um pädagogische Konzepte

Immerhin gehörten bislang 18 Kindertagesstätten zum Verbund, außerdem 15 Schulen und ein Studiencolleg. Man stehe sehr wohl im Wettbewerb der pädagogischen Konzepte, so der Geschäftsführer auch auf den in Geithain zu hörenden Vorwurf, die privaten Schulen machten den staatlichen Konkurrenz: „An einer guten Zusammenarbeit mit den anderen Bildungsträgern ist uns aber sehr gelegen. Das kann für alle bereichernd sein.“

Englisch in der Kita spielerisch vermittelt

Dass Sprache – die Muttersprache wie eine Fremdsprache – ein wichtiger Baustein für die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes wie für den Lern- und späteren Berufserfolg sei, sei vielen Eltern bewusst, sagt Silke Müller, Leiterin der „Little Stars“: „Sie finden es wertvoll, wie wir den Lebensalltag mit diesen pädagogischen Schwerpunkt gestalten und leben.“ Es gehe dabei um die Förderung der Muttersprache. Die alltäglichen Abläufe würden parallel dazu aber mit englischer Sprache untersetzt. Dabei stehe die Freude an Sprache im Vordergrund. Es werde aber eine Grundlage geschaffen für einen gelingenden Übergang in eine Grundschule, die ebenfalls von Beginn an auf bi-linguale Förderung setze.

In der Einrichtung in der Lessingstraße, die vor knapp vier Jahrzehnten mit dem Neubaugebiet entstand, werden 16 Krippenkinder betreut; 48 Plätze gibt es im Kindergarten, 121 im Hort. Das Team von 17 pädagogischen Fachkräften wird unterstützt von Ehrenamtlichen im Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilligen Sozialen Jahr. Drei technische Mitarbeiter sorgen dafür, dass das Haus funktioniert.

Von Ekkehard Schulreich

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