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Geithain Geithain: Nacht-Pilgern startet nach dem Agape-Mahl
Region Geithain Geithain: Nacht-Pilgern startet nach dem Agape-Mahl
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17:31 19.05.2015
Pfarrer Markus Helbig bricht das Brot beim Agape-Mahl des Kirchspiels Geithainer Land am Gründonnerstag. Quelle: Jens Paul Taubert

Dort gab es Gelegenheit, die Kirche zu besichtigen, bevor es per Auto zurückging. Die Idee des Nacht-Pilgerns stamme von befreundeten Pilgern aus Baden-Württemberg, wo es sehr beliebt sei, erklärte Edgar Joost vom Kirchspiel Geithainer Land, der die Gruppe auf der rund sechs Kilometer langen Strecke führte. Seit der Pilgerweg "Via Porphyria" als Projekt im Land des Roten Porphyrs vor einem knappen Jahr offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, nutzen überwiegend Frauen das Angebot geführter Pilgertouren. Die neue Idee soll insbesondere Männer ansprechen, nächste Gelegenheit dafür ist in der Nacht vom 6. zum 7. Juli.

Zu den Teilnehmern gehörten vorgestern frischgebackene Pilgerführer, vor 14 Tagen haben sie einen entsprechenden Lehrgang beendet. Jürgen Reinhardt freute sich darauf, nun die erste Etappe des Weges zu laufen, Dunkelheit und Schnee würden dabei nicht stören. "Die Besichtigung der Kirche passt sehr gut zum Gründonnerstag", betonte der Döbelner. Rolf-Dieter Kullrich aus Borna ist vor allem historisch interessiert, er hob die "Kirchen, Klöster, die schöne Heimat hervor", die vom Pilgerweg aus zu erleben sei. Werner Reiche hat den Pilgerführer-Lehrgang absolviert, weil ihn sowohl die Geschichte, als auch das Religiöse anzieht. Im Rentenalter könne man bestimmte Sachen neu angehen, erklärte der langjährige Schulleiter des BSZ Rochlitz. Der Döbelner fühlt sich der Region des Roten Porphyr eng verbunden, mag vor allem die Kirchen und die anderen Sehenswürdigkeiten am Wege, die er Teilnehmern von Pilgerwanderungen künftig vermitteln möchte. "Nachts zu laufen, stört mich nicht", bestätigte auch er vor dem Start.

Verabschiedet wurde die Gruppe von den Teilnehmern des Agape-Mahls im Bürgerhaus. Das Kirchspiel Geithainer Land erinnert mit diesem gemeinsamen Essen am Gründonnerstag seit Jahren an die Einsetzung des Abendmahles. Das sei Gottes Geschenk und das gelte es, einmal im Jahr leibhaftig erfahrbar zu machen, nicht nur in seiner Symbolik im Gottesdienst, erklärte Pfarrer Markus Helbig. "Jesus weiß, dass er keine 24 Stunden mehr zu leben hat, und er macht in aller Seelenruhe eine Feier", das begeistere ihn, betonte er vor den zahlreichen Teilnehmern, die sich zunächst im Kreis um die reich gedeckte Tafel versammelt hatten. Helbig brach das Brot, das die Menschen dann miteinander teilten, auch Becher mit Traubenmost wurden weitergegeben. Der Gospelchor des Kirchspiels unter Leitung von Kantor Janko Bellmann gestaltete den Abend mit. An schnell aufgestellten Tischen speisten dann alle gemeinsam.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2013

Inge Engelhardt

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