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Geithain: Neuer Chef im Kinder- und Jugendhaus

Geithain: Neuer Chef im Kinder- und Jugendhaus

„Wir sind ein bunter, offener und demokratischer Ort der Begegnung! Wir sind offen für alle Kinder und Jugendlichen", steht an der Tür des Geithainer Kinder- und Jugendhauses.

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Peter Frommelt lässt jetzt die Kugeln rollen – er ist der neue Leiter im Kinder- und Jugendhaus Geithain.

Quelle: Taubert

Geithain. Darunter hängt die Ausschlussklausel für Rechtsextremisten. Für die neuen Infos an der Tür hat Peter Frommelt gesorgt, er ist seit Mitte Juli neuer Leiter des Hauses. In der Region ist der 33-Jährige kein Unbekannter.

„Ich kenne die Probleme von Geithain", sagt der neue Clubchef und meint das Thema Rechtsextremismus. Aus seiner Sicht „steckt Geithain derzeit fest." Bürger würden rechte Signale akzeptieren, ohne zu reflektieren, was dahintersteckt. Da könne man durch Öffentlichkeitsarbeit viel machen, denkt er. Technisch sehr einfach sei beispielsweise, dass Eltern ihre Kinder an der Nutzung rechtsextremer Internetseiten hindern. Geithain sei eine schöne Kleinstadt mit Potenzial, so Frommelt, der findet: „Hier muss sich eine aktive demokratische Bürgerschaft finden, die sich gegen menschenverachtende Einstellungen stellt." Dann verliere Rechtsextremismus seinen Nährboden. „Wir haben alle das Recht, unsere Demokratie zu verteidigen", betont er. Mit diesem Problem müsse sich jede Kommune auseinandersetzen. Zum „Tag der Vielfalt.Geithain", der am 25. August geplant ist (die LVZ berichtete), bringt sich das Kinder- und Jugendhaus mit einer Bastel- und Spielstraße ein. Im Vorfeld will Peter Frommelt mit jungen Leuten Graffiti und Aufkleber in der Stadt beseitigen. Wer bei diesen beiden Ferienaktionen mitmachen will, kann sich bei ihm melden. „Alle Arbeit, die hier mit Jugendlichen passiert, lohnt sich", sagt der Clubchef. Er will jungen Leuten die Chance geben, „ihr Leben so zu gestalten, wie sie wollen und sich nicht von Gruppierungen vorschreiben lassen, wie sie leben sollen."

Weil es in der Kleinstadt wenig Angebote für die Jugend gibt, sei dieser offene Treff so wichtig. „Gut, dass die Stadt ihn betreibt und die Bürgermeisterin hinter dem Haus steht", sagt der neue Leiter, der beim Träger, der Kindervereinigung Leipzig, angestellt ist. Er will einer Polarisierung entgegenwirken, das Haus in der öffentlichen Wahrnehmung als neutralen, offenen Jugendtreff verankern und neue Besucher unter den Zehn- bis 18-Jährigen als Hauptzielgruppe gewinnen. Zufällig hatte der Leipziger erfahren, dass die bisherige Chefin, Melanie Voigt, auf eigenen Wunsch nach Bad Lausick wechselt. Das passte, denn gerade wollte er die Unsicherheit der Selbstständigkeit und die Abhängigkeit von Projektgeldern für sich beenden.

Peter Frommelt ist in Kitzscher aufgewachsen und hat sein Abi im Bornaer Gymnasium „Am Breiten Teich" gemacht. Zwischen 14 und 20 engagierte er sich ehrenamtlich als Mitglied des Clubrates im Bornaer Jugendclub „Toleranz". Er hat den Magister für Erziehungswissenschaften und Soziologie in der Tasche, war nach dem Uni-Abschluss Jugendbildungsreferent bevor er sich selbstständig machte und beispielsweise Projekte zur Demokratiepädagogik für Jugendgruppen durchführte. „Ich freue mich total auf die Arbeit hier, das ist eine schöne Aufgabe", erklärt Frommelt, der sich in der Initiative „Bildung in Zukunft" und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik engagiert. Er hat eine Lebenspartnerin, treibt viel Sport – vor allem Fitness, aber auch 50 bis 60 Kilometer Fahrradfahren am Wochenende – und ist gern mit seinem Mischlingshund Igor unterwegs. Dankbar ist der neue Clubchef den Ehrenamtlichen im Haus und seiner Vorgängerin für die Starthilfe. Alles Neue stellt er künftig auf Facebook.

Inge Engelhardt

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