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Geithain Geithain: Rieseninvestition mit engem Zeitplan
Region Geithain Geithain: Rieseninvestition mit engem Zeitplan
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18:25 09.07.2010
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. Die Kommune investiert in den Bau über 300 000 Euro, gefördert aus dem Konjunkturprogramm II. Der straffe Zeitplan bis zum Ende der Ferien ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Die Vorbereitung des Projektes läuft seit Monaten.

„Ziel ist, von jedem Punkt der Schule aus, zwei unabhängige Rettungswege erreichen zu können", erklärt Planer Mario Frommhold. Das schreibe nicht zuletzt die Schulbau-Richtlinie vor. Andererseits ist das Schulhaus, dessen 85. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird, ein Denkmal. „Diese beiden Dinge galt es, in Einklang zu bringen", beschreibt Frommhold die Herausforderung. Die Kommune hat sein Bornaer Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt Über 300 000 Euro kosten die Brandschutzmaßnahmen, stand nach der Auswertung der Ausschreibungen fest. Weil das mehr als geplant ist, bemüht sich das Rathaus um einen Nachschlag aus dem Konjunkturpaket II. Aus diesem Topf werden die Bauarbeiten zu 90 Prozent gefördert."

„Das Förderprogramm ist eine Chance, die Brandschutzauflagen durchzuziehen. Das ist wichtig, weil wir uns als Bildungsstandort profilieren wollen", hebt Frommhold hervor, der auch für die CDU im Geithainer Stadtrat sitzt. „Im Mittelpunkt steht die Sicherheit für die Kinder und Lehrer", betont auch Geithains Bauchefin Kerstin Laschinsky die Wichtigkeit dieses Baupaketes.

Im Seitenflügel, wo sich früher einmal die Oberschule befand, entsteht nun ein zweiter Rettungsweg, indem eine innenliegende Treppe zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss montiert wird. Über die oberste Etage ist der Seitenflügel schon immer mit dem Hauptgebäude verbunden.

Weiterhin sollen die Treppenhäuser rauchfrei gehalten werden, deshalb werden sie von den Korridoren abgetrennt. Das erfolgt durch eine Brandschutzverglasung aus Glas und Aluminium. Für Glas habe man sich entschieden, um dem historischen Gebäude nichts von seiner Wirkung zu nehmen, erklärt Frommhold. Wären diese Einhausungen gänzlich transparent gewesen, hätte das wiederum eine Unfallgefahr mit sich gebracht. Alles sei so geplant, dass die Schülerströme im Haus nur minimal behindert würden.Normalerweise sollen die Türen von den Korridoren zu den Treppenhäusern stets offen stehen. Sollte es einmal zu einem Brand kommen, schließen sie sich über Rauchmelder und Haftmagnete automatisch.

Ausgewechselt werden jetzt Türen jener Klassenräume, die direkt in die Treppenhäuser münden. Für diese Räume entsteht zudem ein Durchbruch in benachbarte Zimmer, der mit einer neuen Tür versehen wird, sodass es auch hier im Ernstfall einen zweiten Fluchtweg gibt.

Baustart in der „Pauli" war mit Beginn der Sommerferien. Der Stadtrat vergab die Abtrennung der Treppenhäuser in der Schule an das Bornaer Unternehmen Metallbau Schneider, ebenso die Metallbauarbeiten. Weitere Arbeiten führt die Firma Stuck-Schmidt aus Rathendorf aus. Die Elektroinstallationen gingen an die Geithainer Firma Löffler.

„Mit Schuljahresbeginn muss alles fertig sein, wir können in der Schule nur in den Ferien arbeiten", betont Mario Frommhold. Dieser Zeitplan stellt für die Handwerker eine Herausforderung dar. Alle Arbeiten laufen parallel, zunächst wird abgebrochen, gleichzeitig werden die benötigten Elemente gefertigt.

Inge Engelhardt

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