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Geithain Geithain: Stadt will Areal des beliebten Tierparks verkleinern
Region Geithain Geithain: Stadt will Areal des beliebten Tierparks verkleinern
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18:15 08.11.2017
Sandra Händler, die Vorsitzende des Tierparkvereins, mit Pony Max und Kindern. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Der Geithainer Stadtrat möge sich „mit aller Kraft dafür einsetzen, dass unser Tierpark erhalten bleibt“: Mit diesem Appell wendete sich Bernd Gnant, der den Ortsverband Geithain der Partei Die Linke leitet, in der jüngsten Ratssitzung an das Stadtparlament. Der Tierpark, durch einen Verein betrieben, sei „ein Kleinod“ und werde von vielen Menschen weit über Geithain hinaus geschätzt. Von Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) forderte er Aussagen, wie es um die Zukunft des Tierparks bestellt sei. „Wir bemühen uns, die Parkanlage aufzuwerten und sind dazu mit dem Verein im Gespräch“, antwortete Rudolph. Ziel sei es, den unteren wie den oberen Stadtpark – in Letzterem befinden sich die Gehege – attraktiver zu machen.

Im LVZ-Gespräch wurde der Bürgermeister konkreter. „Im Moment haben wir das Problem, dass viele Bäume eingehen. In den Gehegen fressen die Tiere die Rinde ab. Einige Bäume drohen umzufallen“, beschreibt Rudolph die Situation aus Sicht der Stadt. Das könne so nicht weiter gehen. „Der wertvolle Baumbestand muss wieder gepflegt werden, Verschnitt muss erfolgen, Nachpflanzungen sind nötig.“ Der optische Zustand des Tierpark-Areals lasse zu wünschen übrig. Es gebe keine Grünflächen mehr, das Laub werde nicht beräumt.

„Im Gespräch mit dem Verein habe ich darauf hingewiesen und darum gebeten, sich auf weniger Flächen zu konzentrieren.“ Die frei werdende Fläche nähme die Stadt zurück. Dringend saniert werden müssten der Teich samt Insel und der Bereich nahe der Sparkasse. Es gehe nicht darum, den Tierpark zu schließen; er werde durch einen eigenständigen Verein betrieben. Das sei durchaus im Interesse der Stadt, doch das schließe ein, dass es zu deutlichen Aufwertungen kommen müsse. Nicht zuletzt erhalte der Verein gemäß Ratsbeschluss einen jährlichen finanziellen Zuschuss.

Würde der Park erweitert, müssten dafür Gehege und Gebäude weichen, sagt Sandra Händler, Vorsitzende des Tierpark-Vereins. „In dem Gespräch mit dem Bürgermeister und mit den Vorsitzenden der Parteien haben sowohl der Bürgermeister als auch der Vorstand des Tierparkvereines ihre Vorstellungen von der Entwicklung des Tierparkes erläutert. Es wurden mehrere Vorschläge und Lösungsansätze diskutiert, aus denen nun ein Zukunftskonzept entstehen muss.“ Der Vorstand des Tierparkes berate derzeit über die Umsetzung, so Händler. Denn eine Verkleinerung hieße auch, Tiere abzugeben. „Das ist nicht einfach, gerade auch wenn es ältere Tiere betrifft.“

Von Ekkehard Schulreich

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