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Geithain Geithain: Steag investiert 2,3 Millionen in Blockheizwerk
Region Geithain Geithain: Steag investiert 2,3 Millionen in Blockheizwerk
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17:41 19.05.2015
Kann die Steag GmbH ihre Pläne in Geithain umsetzen, wird eine zweite Esse entstehen, die 25 Meter hoch ist. Quelle: Jens Paul Taubert

Künftig soll in dem vorhandenen Werk zusätzlich ein Blockheizwerk entstehen, das zusätzlich auch Strom produziert, der ins Netz eingespeist wird. Als Energielieferant dient dabei künftig hauptsächlich Biomethangas, das einen Gasmotor antreiben wird. Die neue Anlage soll zum Jahresende in Betrieb gehen. Drei Vertreter des Unternehmens haben das Projekt Dienstagabend im Technischen Ausschuss vorgestellt.

Derzeit würden die Vorbereitungen des Projektes innerhalb des Unternehmens laufen und parallel die gesetzlich vorgeschriebenen Beantragungen, erläuterte Ralf Tabellion, der Leiter des Teams Wämedienstleistungen und Kundenbetreuung aus Saarbrücken. Läuft alles nach Plan, starten im Sommer die Bauvorbereitungen. Ab Oktober könnte dann der Einbau der neuen Anlage erfolgen. Sie werde in das bestehende Gebäude integriert, erklärte Enzo Farruggia, ebenfalls vom Saarbrücker Team des Unternehmens. Als sichtbare Veränderung wird ein zweiter Schornstein entstehen. Der vorhandene ist 20 Meter hoch, sein neuer Nachbar soll fünf Meter länger werden. Sichtbar sein werde auch der obere Teil des Wärmespeichers, der optisch gestaltet werden soll.

Ein Schalldämpfer werde installiert, sämtliche Grenzwerte laut Bundesimmissionsschutzgesetz würden eingehalten, erklärte Hendrik Krein vom Berliner Team der Steag auf Nachfrage von Ausschussmitglied Mario Wabbel. Ende 2013 soll die neue Anlage in Betrieb gehen, der Regelbetrieb werde 2014 starten, kündigten die Gäste an.

Derzeit erzeuge das Heizwerk 6200 mph Wärme pro Jahr. Künftig sei die Erzeugung von stündlich zwei Megawatt Strom sowie Wärme geplant. In der Spitze zusätzlich benötigte Fernwärme liefere weiter die alte Kesselanlage. Das in Biogasanlagen an anderen Orten in Deutschland erzeugte Methangas werde dort in das Erdgasnetz eingespeist, erläuterte Farruggio. Über 90 Prozent der Wärme würden so künftig in Geithain "Grün" und kohlendioxid-neutral erzeugt.

Der erwartete weitere Bevölkerungsrückgang in der Stadt sei in die Bilanz des Vorhabens eingerechnet, erklärte der Gast auf Nachfrage von Ulrich Böhme (Linke). Im Vorfeld dieser großen Investition habe die Steag GmbH möglichst langfristige Verträge über die Fernwärmelieferung mit ihren Kunden in Geithain abgeschlossen, dazu gehören neben der Kommune beispielsweise Eigentümergemeinschaften von Wohnungen.

Auch in der Nachbarstadt Rochlitz soll noch dieses Jahr ein vergleichbares Blockheizwerk ans Netz gehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2013

Inge Engelhardt

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