Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Geithain: UWG-Fraktion verliert mit Udo Berger zweiten Mitstreiter
Region Geithain Geithain: UWG-Fraktion verliert mit Udo Berger zweiten Mitstreiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:50 21.04.2018
Blick auf das Geithainer Rathaus, wo der Stadtrat jeweils tagt. Die UWG-Fraktion hat nun bereits zwei Mitglieder verloren. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Geithain

Da waren’s nur noch vier: Die UWG-Fraktion im Geithainer Stadtrat verliert weiter an Boden. Nachdem Gunter Neuhaus, der Fraktionsvorsitzende, Anfang März seinen Austritt aus der Wählervereinigung erklärte, folgte ihm nun Udo Berger. Die mit sechs Sitzen stärkste Fraktion – die CDU bringt es nur auf fünf Abgeordnete –, die obendrein mit Frank Rudolph den Bürgermeister stellt, kommt damit stärker in die Bredouille. Umso mehr, da Neuhaus und Berger eine gemeinsame Fraktion bilden möchten.

Vor allem Vorgänge um Schullandschaft haben zur Entscheidung geführt

„Das ist nach Geschäftsordnung möglich“, sagt Berger. „Herr Rudolph ist der Kandidat der UWG, den ich zur Bürgermeisterwahl unterstützt habe. Leichtfertig kehre ich mich nicht von ihm und seiner Politik ab. Manches ist seitdem gut voran gekommen, einiges hingegen aus meiner Sicht grob schief gelaufen“, begründet er seinen Schritt.

Und zählt als Fehler auf: die Schließung des Kinder- und Jugendhauses R 9 „ohne offizielle Begründung – die Kinder wurden vor den Kopf gestoßen“; Streit mit der Stadtwehrleitung; „die Vorgänge um die Schullandschaft“. Vor allem Letzteres habe zu den Entscheidung geführt, künftig von der UWG getrennte Wege zu gehen.

Was das für die 2019 anstehende Neuwahl des Stadtrates bedeuten kann, darüber will Berger nicht spekulieren. „Ich werde mir gründlich überlegen müssen, ob ich mir den Aufwand noch einmal antue, obwohl ich den Kampf um die Paul-Guenther-Schule ungern aufgebe.“

Rudolph: Kann genannte Gründe nicht nachvollziehen

Er bedauere die Entscheidung beider Abgeordneter. Die genannten Gründe für diesen Schritt könne er indes nicht nachvollziehen, sagte der Bürgermeister. Er lasse über den Landkreis prüfen, ob die Bildung einer neuen Fraktion im Stadtrat rechtlich zulässig sei.

Mit Blick auf die UWG meinte er, da Gunter Neuhaus und Udo Berger ihre Mandate behielten, könne die Wählergemeinschaft keine Nachrücker in das Stadtparlament benennen. Die UWG komme in den nächsten Tagen zusammen, um die Situation zu beraten und einen neuen Fraktionsvorsitzenden zu bestimmen. Die Fraktion besteht aktuell aus Dietmar Lienert, Doris Schenkel, Frank Kirschner und Jan Seitz.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für mehrere Wochen vertauschte Ilona Pfrendtner die Arbeit in ihrem Oberhainer Friesengestüt „Black Pearl“ mit einem Hilfseinsatz in Afrika. Für den Verein Projekt Misside legte sie einen Heilpflanzengarten an.

11.04.2018

Jeder heftige Regenguss könnte die Bäche und Flüsse im Kohrener Land stark anschwellen lassen. Um einer Flutwelle vorzubeugen, soll bei Terpitz ein Rückhaltebecken gebaut werden. Doch das Genehmigungsverfahren kommt seit Jahren nicht voran.

13.04.2018

Im Streitwald bei Borna südlich von Leipzig hat es auf einer Fläche von 50 mal 100 Metern gebrannt. Die Feuerwehren aus Frohburg und Roda waren vor Ort und konnnten das Feuer löschen. Was den Brand ausgelöst hat, ist noch unbekannt.

11.04.2018
Anzeige