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Geithain: Unterschiedlicher Stand in Sachen Sanierung von Kleinkläranlagen

Geithain: Unterschiedlicher Stand in Sachen Sanierung von Kleinkläranlagen


Geithain. Die meisten Geithainer, deren Grundstücke nicht an die zentrale Kläranlage angeschlossen sind, müssen ihre Kleinkläranlagen bis Jahresmitte „auf den Stand der Technik" bringen.

. Die Wickershainer versammeln sich am Mittwoch, um zu entscheiden, ob es Gruppenlösungen geben soll. Die Nauenhainer sind gegen die Sanierungsbescheide komplett in Widerspruch gegangen. Im Bereich Sommerhof/Kalkweg haben Bürger eine GbR gebildet – ein Überblick.

„Bis Jahresende soll für jeden Bürger geklärt sein, wie geklärt wird", sagt Romy Bauer, Vorsitzende des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain (VVGG) und Geithainer Bürgermeisterin. Einer klaren Linie statt Unsicherheit, die auch der von Mehrheiten abhängigen Verbandspolitik geschuldet sei, spricht sie das Wort. In den über 80 Dörfern im Gebiet des Versorgungsverbandes, die nicht über zentrale Anlagen entsorgt werden, sollen nun Untersuchungen für wirtschaftliche Entsorgungslösungen mit Beteiligung der Einwohner angeboten werden, das beschloss die Verbandsversammlung wie berichtet im Dezember. Den Hut dafür hat der Verband auf, allerdings sind die Kommunen mit ihm Boot – bei der Auswahl der Orte und bei der Finanzierung. Angestrebt wird, dass überall kleinere dezentrale Kläranlagen nach dem Stand der Technik kommen – die Frage sei nur, ob mit öffentlichen oder privaten Gruppenlösungen in der Nachbarschaft oder ohne, so Bauer. Voruntersuchungen, die nicht zur Umsetzung führen, hat dabei die jeweilige Kommune zu finanzieren.

Die Situation in den zum VVGG gehörenden Geithainer Ortsteilen und Bereichen ist sehr unterschiedlich. In Wickershain ist der Traum vom Anschluss an die zentrale Kläranlage geplatzt, viele Bürger sind enttäuscht.Nun steht die Sanierung der Kleinkläranlagen bis 30. Juni an. Romy Bauer erwartet jetzt ein Signal, ob sich ein Teil der Bürger gegen Leistung eines freiwilligen Baukostenzuschusses zu Gruppenlösungen zusammentun will.

Das entscheiden die Bürger voraussichtlich am Mittwoch, die „temporäre Bürgerinitiative" hat am 9. März, 19 Uhr, zu einer Versammlung in den Gasthof Höhle eingeladen. Dort werden den Wickershainern Möglichkeiten für Gruppenkläranlagen vorgestellt. „An diesem Abend soll eine Entscheidung dazu fallen", kündigt der Wickershainer Gerhard Kindler an.

Sanierungstermin für Grundstücksbesitzer der Mark Ottenhain ist ebenfalls der 30. Juni 2011. Der Verband hat hier im Vorjahr nochmalige Untersuchungen wegen der grenzwertigen Kostenvergleichsrechnung durchgeführt. „Derzeit kommt von den Bürgern der Rücklauf, ob Interesse an Gruppenkläranlagen besteht", erklärt Romy Bauer. Die Tendenz sei aber eher ablehnend.

„Nauenhain gehört zu den Modelldörfern des Verbandes, hier wurde schon ziemlich alles berechnet, was denkbar ist", erklärt die Verbandsvorsitzende. Die Entscheidung, „wenn, dann Einzellösung", sei im Ergebnis der Untersuchungen getroffen. Als Sanierungstermin steht auch in diesem Geithainer Ortsteil der 30. Juni 2011.

Die Nauenhainer sind gegen die entsprechenden Bescheide jedoch wie berichtet komplett in Widerspruch gegangen. Unterdessen seien alle betroffenen Grundstücksbesitzer vom Verband aufgefordert, ihren Widerspruch bis Mitte März einzeln zu begründen, erklärte Ortsvorsteher Ronald Dietze auf LVZ-Nachfrage. Ziel sei nach wie vor, das Solidaritätsprinzip herzustellen, eine Gleichbehandlung aller Bürger, so die Zielstellung der Nauenhainer.

Auch für die Anlieger im Bereich Sommerhof und Kalkweg ist verbindlicher Sanierungstermin der 30. Juni dieses Jahres. „Die Bürger haben eine GbR gebildet und betreiben den Kanal, der zum Kalkbach führt, in dieser Rechtsform selbst", informiert die Verbandsvorsitzende zum Stand in diesem Bereich.

Noch etwas mehr Zeit für die Sanierung ihrer Kleinkläranlagen haben die Niedergräfenhainer – dort steht als Termin der 31. Dezember 2012. Hier will man laut Bauer nun als ersten Schritt Bürger als Ansprechpartner gewinnen. Damit soll die Entscheidung vorbereitet werden, ob es Untersuchungen für mögliche Gruppenkläranlagen geben soll.

Inge Engelhardt

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