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Geithain bekommt zum Fest wieder ein Obertor

Geithain bekommt zum Fest wieder ein Obertor


Geithain. Zum Jubiläumsfest können Besucher auch durch das Obertor in der Dresdener Straße in Geithains Innenstadt strömen.

. Das Original wurde 1845 abgebrochen, doch nach Pfingsten wird es wieder erstehen – nachgebaut aus Holz. „Das sieht einwandfrei aus!", freute sich Jens Landmann, Vorstandsmitglied des Vorbereitungsvereins „825 Jahre Geithain" bei der Stellprobe. Schnell fanden sich Schaulustige an den Fenstern und auf der Straße ein, als der Transporter mit den beiden riesigen Pfeilern vorfuhr. Sie tragen einen Bogen, auf dem ein Spitzdach ruht. Knapp sechs Meter hoch wird das Tor insgesamt.

„Wir müssten das Tor zum Jubniläum aufbauen", habe man im Verein überlegt, erzählt Landmann. Das sei auf große Resonanz bei den Bürgern gestoßen, es habe Nachfragen gegeben. Der Geithainer Helfried Uhlemann erklärte sich bereit, sich um die Statik zu kümmern. Auch Skizzen von dem 1986 zur 800-Jahr-Feier mit einem Stahlgerüst aufgebauten Obertor dienten als Grundlage. Zeichnungen entstanden, dann nahm das „Obertor-Team" noch einmal vor Ort Maß. Das Geithainer Unternehmen Ladenburger stellte das Holz zur Verfügung, die Firma Bäßler die Schrauben. Gebaut haben das Tor Enrico und Timo Teichmann, Unternehmer aus Narsdorf, sowie Toni Fichtner. Auch der Sitz seines Betriebes ist Narsdorf.

„Toll, was die Leute hier leisten", sagte Uhlemann beim Anpassen der beiden Holzpfeiler. Vorsichtig ließen die Männer sie jeweils per Kranausleger hinunter, platzierten sie millimetergenau. Alles passte. Nun mussten noch Aussparungen für Vorsprünge und Fensterbretter vor Ort ausgesägt werden. Am Ende luden die Männer die schweren Holzkonstruktionen wieder auf. Anschließend wurde das komplette Tor bei Teichmanns zusammengebaut und erhielt von der Geithainer Firma Dietze eine Dacheineckung aus Blech. Bemalt wird es von Thomas Drießnack. „Der hat ein bisschen einen künstlerischen Touch", so Jens Landmann über seinen Schwager. Nach Pfingsten wird das Tor aufgestellt, für den Transport wird es erneut zerlegt.

Familie Schlicht wohnt zum Fest genau am Obertor. „Unsere Tochter kann mal sehen, wie es war, es wird mal was zurückgeholt", begrüßte Cornelia Schlicht den Aufbau. Ihr Mann Mathias hatte gleich ein Foto von 1936 zu Hand. Als das Tor damals nachgebaut wurde, wohnten Albert und Martha Spreer in dem Haus, wo sich bis Mitte der 70er Jahre ein Kurzwarenladen befand. Zur 800-Jahr-Feier lebten dort Marie und Helmut Dille.

Der Elfjährige Richard Seidel kam extra noch einmal mit dem Fotoapparat zurück. „Das ist spannend", bestätigte er. Fasziniert schaute bei der Probe auch der vierjährige Maximilian Reuter zu. „Der muß das nächste Fest machen", sagte Lutz Löffler mit Blick auf seinen Enkel, der auf keinen Fall nach Hause gehen wollte. Löffler wirkt im Vorstand des Vorbereitungsvereins mit. Sein Vater und Großvater haben jeweils schon Geithainer Stadtfeste mit vorbereitet.

Inge Engelhardt

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