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Geithain Geithain feiert Stadtfest – Mitte Juni soll es steigen
Region Geithain Geithain feiert Stadtfest – Mitte Juni soll es steigen
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00:44 20.04.2018
Spaß beim Geithainer Vereinsfest 2003, beim Gaudilauf gibt die Geithainer Feuerwehr alles. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Dass es vom 15. bis 17. Juni in Geithain nach Jahren wieder ein großes, unter der Regie der Kommune stehendes Fest geben wird, ist der Wettschuld von Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) zu danken. Der musste sich dem Gewerbeverein beim Weihnachtsmarkt 2017 geschlagen geben.

Eine Niederlage, die er in zweieinhalb tolle Tage für die Bürgerschaft ummünzen will. Kürzlich hatte er Vertreter der Vereine an einen Tisch geholt, um abzustimmen, wer was zum Gelingen des Stadtfestes beitragen möchte. Die LVZ fragte Frank Rudolph, was Mitte Juni auf die Geithainer zukommt.

Geithains Bürgermeister Frank Rudolph. Quelle: privat

Wie deprimierend ist es, Wetten zu verlieren?

Na ja, ein bisschen Schummel ist ja immer dabei. Das Schlimme ist, dass ich meinen Vorsatz, nie wieder ein Vereinsfest zu machen, aufgeben musste. Aber wenn es die Geithainer und Gäste freut...

Egal ob ein Stadt- oder Vereinsfest fröhliche Urständ‘ feiert: Warum ist es dafür an der Zeit?

Bei allem Ernst das ganze Jahr über ist ein Fest für die ganze Stadt wichtig. Dafür sollten wir etwas tun, alle gemeinsam.

In den Neunzigerjahren kam das Vereinsfest auf, Sie waren der maßgebliche Organisator. Woran erinnern Sie sich?

13 Vereinsfeste haben wir gemacht seit 1992. Das waren schöne Feste, ohne Zweifel. Das Zelt war immer voll. Man traf alle wieder, auch die, die längst weggezogen waren. Aber irgendwann war finanziell die Grenze erreicht.

Was ist nun neu, was ist ganz anders?

Entscheidend ist, dass sich möglichst viele einbringen. Geithainer Unternehmen haben ihre Unterstützung signalisiert. Viele Vereine waren früher schon dabei, auch aus Narsdorf. Ich habe sie angesprochen, sie wollen etwas beitragen. Marko Seifert, der das Rochlitzer Bürgerhaus unter sich hat, wird das große Zelt im Stadion bewirtschaften und auf Helfer aus der Stadt zurückgreifen.

Worauf dürfen sich die Besucher freuen?

Das Geschehen konzentriert sich auf das Stadiongelände. Hier gibt es Kultur und Unterhaltung, Fußballturniere, und abends geht es im Zelt rund, auch mit den Karnevalisten vom GCC und vom Narsdorfer FKK, mit dem Geithainer Musikverein. Aber auch andernorts wird etwas los sein: Die FAW öffnet den Pulverturm samt neuer Ausstellung, in der Halle der Paul-Guenther-Schule wird Tischtennis gespielt. Sicher gibt es noch vieles mehr, auch für Kinder.

Höhepunkte, auf die Sie selbst sich freuen?

Die Joe-Cocker-Revival-Band, die „Firebirds“, die „Partyteufel“, das Feuerwerk zum Abschluss.

Wer trägt die Kosten?

Natürlich ist eine Summe im Haushalt eingeplant. Aber ich will sparsam damit umgehen. Das gelingt, wenn uns die regionale Wirtschaft zur Seite steht.

Laden Sie Gäste aus Geithains Partnerort Veitshöchheim ein?

Selbstredend. Aber sie wissen noch nicht, wer kommen wird.

Der nächste Weihnachtsmarkt kommt bestimmt, und mit ihm eine neue Wette. Beunruhigt sie das?

Eigentlich war mit dem Gewerbeverein ausgemacht, dass es nicht jedes Jahr eine Wette gibt. Mal sehen, ob sie sich daran halten.

Von Ekkehard Schulreich

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