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Geithain Geithain gedenkt Kriegsopfern
Region Geithain Geithain gedenkt Kriegsopfern
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00:46 04.09.2015
Weltkriegsgedenken in Wickershain an der Kirche St. Marien: Auf dem Friedhof wurde ein neu hergerichteter Gedenkstein übergeben. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Initiiert hatte beides der Geithainer Heimatverein. Er fand in der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig einen Förderer, der die Herstellung der Tafel mit 2000 Euro finanzierte.

Der Gedenkstein zum Ersten Weltkrieg wurde stabilisiert. "Im Laufe der Jahre waren viele der 43 Namen so verwittert, dass man sie kaum mehr entziffern konnte", sagte Vereinschef Bernd Richter. "Sie zu erneuern, hätte unsere finanziellen Möglichkeiten überfordert." Deshalb entschloss sich der Verein, nur die Namen der Orte Geithain-Neumarkt, Wickershain und Narsdorf wieder lesbar zu machen. Eine Möglichkeit, der Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken, gab es im Schatten der Marienkirche bisher nicht, obwohl die Stadt Geithain samt Wickershain mehr als 350 Tote zu beklagen hatte. Dank des geförderten Projektes konnte nun eine Gedenktafel aus Naturstein errichtet werden. "Es ist wichtig, dass wir Gedenkorte haben, um uns an solche Schreckensereignisse unserer Geschichte zu erinnern - und dabei unsere eigenen Opfer nicht vergessen", so Richter.

"Erinnern und mahnen - das ist unsere gesellschaftliche Verantwortung gegenüber den Kriegsopfern", sagte Stiftungsvorstand Stephan Seeger. "Gerade in der heutigen Zeit, in der wir weltweit mit zahlreichen Kriegen und ihren furchtbaren Folgen konfrontiert sind, müssen wir uns schmerzlich bewusst machen, wie fragil unser Frieden ist."

Andreas Saupe vom Kirchspiel Geithainer Land kümmerte sich um die Grundinstandsetzung des Denkmals, Robert Daniel Hirsch aus Narsdorf um die Steinmetzarbeiten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.09.2015
Ekkehard Schulreich

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