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Geithain Geithainer Bürgermeister Rudolph optimistisch fürs neue Jahr
Region Geithain Geithainer Bürgermeister Rudolph optimistisch fürs neue Jahr
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14:12 14.01.2018
Beim Neujahrsempfang im Geithainer Bürgerhaus hielt Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) eine launige Rede. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Intrigieren statt regieren, dazu eine „Basta-Mentalität“: Wenn der Geithainer Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) am Freitagabend bei seinem obligatorischen Neujahrsempfang im Bürgerhaus die bundespolitischen Zustände dieser Art charakterisierte, dann vor allem, um abzuleiten: Es geht anders, muss anders gehen, um begreiflicher Verdrossenheit in der Bürgerschaft entgegenzuwirken. In Geithain zum Beispiel, auch wenn er in seinem ebenso launigen wie kurzweiligen Exkurs bekannte: Bei allen hehren Zielen werde man „eingestutzt, oder es läuft nicht alles wie geplant: Ich würde deshalb sagen: 2017: Ziel knapp verfehlt.“ Aber: „Zum Glück sind offene Sachen nur zeitlich verschoben.“ Der Ausbau der Fröbelstraße etwa oder das Umnutzungsprozedere Mehrzweckhalle Narsdorf.

Das Blasorchester des Geithainer Musikvereins hat den Empfang umrahmt. Quelle: Jens Paul Taubert

Apropos Narsdorf: Unter den 140 geladenen Gästen aus der Wirtschaft und den Vereinen, Stadträten, Feuerwehrleuten, engagierten Einwohnern waren nicht wenige aus Narsdorf, Ossa, Rathendorf - aus den im vergangenen Sommer hinzugekommenen Ortsteilen. „Nach dem Auffüllen von Getriebeöl beginnt der Motor zu laufen“, meinte Rudolph: „Allen wird sicher nie alles recht sein. Aber wenn jede Seite Verständnis zeigt, wird alles gut.“ Das Kehren vor der eigenen Tür sei mitunter gar nicht schlecht, empfahl er mit Blick auf den kürzlichen Streit um die Straßenreinigungssatzung.

Andreas Große, Ex-Bürgermeister und nun Narsdorfer Ortsvorsteher, gab Rudolph einen Korb: einen Präsentkorb als Dank „für die Geduld, Zusammenhänge zu erklären, aber auch Vorstellungen von mir anzuhören“. Seitenhieb auf Frohburg: Dort habe man Kohren-Sahlis lediglich eingemeindet, den Neujahrsempfang aber gestrichen.

Drängende Vorhaben: Baugebiet Kirschhöhe, Gewerbeflächen in Geithain-West, Reaktivierung der alten Narsdorfer Mittelschule. Gemeinsame Strategie aller Geithainer Schulen entwickeln, um der Paul-Guenther-Schule die Zweizügigkeit zu sichern. Entschädigung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute unter Dach und Fach bringen (Debattiert werde über die Entschädigung der Wehrleitung. „Leider spricht keiner über die der einzelnen Kameraden!“). Den Landespolitikern auf die Füße treten, die den Weg in die Zukunft „mit schlechtem Pflaster belegt haben, so dass es ganz schön holpert“. Vereine nach Möglichkeit unterstützen. Im Frühsommer nach Jahren der Abstinenz ein Vereinsfest feiern.

Den durch das Blasorchester des Geithainer Musikvereins gerahmten Empfang nutzte der Bürgermeister, um besonders Engagierte und Vereine auszuzeichnen – die LVZ berichtet noch im Detail. „Auf diese Weise danke zu sagen, ist eine gute Sache, die Bürger mitzunehmen, wichtig“, sagte der Erste Beigeordnete des Landkreises, Gerald Lehne (CDU), der Landrat Henry Graichen (CDU) vertrat. Zehntklässler der Paul-Guenther-Schule kümmerten sich um den Imbiss für die Gäste; für sie eine Möglichkeit, Geld für die Abschlussfahrt nach Arendsee zusammenzutragen.

Von Ekkehard Schulreich

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