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Geithain Geithainer Fußballfestival 2010 startet
Region Geithain Geithainer Fußballfestival 2010 startet
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16:05 13.05.2010
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Geithain

Afrikanisches Temperament bringt „i Themba“ ein, zwar nicht auf dem Rasen, wohl aber auf der Bühne des Fußballdorfes am Freibad.

„Ich bin sehr glücklich, hier zu sein“, rief Matthew am Donnerstagmittag den fußballbegeisterten Kindern und Jugendlichen zu. Der 19-Jährige aus Johannesburg gehört zum Ensemble „i Themba“, das aus dem Land der Weltmeisterschaft nach Geithain gekommen ist, um mit Musik, Tanz und Performance den Puls der Kicker hochzutreiben. Es sorgte bereits während der Eröffnungsveranstaltung im großen Zelt auf dem Geithainer Hartplatz für eine besondere Atmosphäre. 14 Mannschaften aus Marienberg, Pirna, Großenhain, Rochlitz, Geithain natürlich und aus dem holländischen Hengelo messen bis zum Sonntag ihr Geschick im Umgang mit dem Ball. Doch nicht nur das. „Ich möchte, dass unser Glaube eine Rolle spielt, dass er uns Freunde bereitet“, benannte Pfarrer Markus Helbig in seinen Begrüßungsworten die Klammer für die viertägige Veranstaltung.

„Wir sind hier zum Fußballspielen, wollen Spaß miteinander haben“, meinte Christian Schönberger aus Pirna. „Und gewinnen“, ergänzte prompt Dominik Hinz. Christian und Julian Schliebe waren schon beim Festival 2008 in Geithain, wo die Pirnaer auf Rang zwei einkamen. Dieses Mal komme nur der Sieg in Frage, meinten die Drei; dass sie im VfL Pirna-Copitz kick(t)en, könne da nur helfen. Bei Carolin Weber und den anderen vom Geithainer Team St. Benno stoßen sie damit auf energischen Widerspruch; schließlich wollen sich die einheimischen Turniersieger von 2008 bei aller Gastfreundschaft nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. „Siegen, ist doch klar“, gab Carolin die Devise aus. Und Kendy Grabow hoffte, dass das Festival mindestens genauso schön werde wie 2008 oder noch viel besser.

Remco Molenkamp, der in Hengelo im Verein Fußball spielt, hofft vor allem, gleichgesinnte Menschen kennenzulernen. Eine Erwartung, die er mit Henry Groen, der die drei holländischen Teams begleitet, teilt. „Ich freue mich auf ein schönes Fest“, sagte er, der zuvor noch nie etwas von Geithain gehört hatte. Und er wünschte sich, dass sich das Team, in dem seine Tochter spielt, gut platziert. Gleichsam in eine andere Haut schlüpften kurzfristig David Krumbholz , Niklas Helbig und einige andere: „Tschechien“ prangte auf den blauen Shirts der Geithainer. „Die Tschechen konnten nicht anreisen. Da haben wir noch eine Mannschaft zusammengestellt“, erklärte Niklas. David formulierte das Ziel: „Viertelfinale!“

„Die spielen Fußball, und wir feuern sie an!“, erzählten Julia Nitsche, Jessica Kühn und Melanie Kirschstein, die als Cheerleaders agieren. Sie wollten Freunde wiedertreffen und sich ein schönes Wochenende fern des elterlichen Blickfeldes machen. Zu jenen Geithainerinnen und Geithainern, die im Camp – das aus Zelten, bunt bemalten Hütten und aus Folien zusammengezimmerten spartanischen Behausungen besteht – für die Organisation verantwortlich zeichnen, gehören Roseline Werner und Lisa Schädlich. Wenn das runde Leder gerade nicht rollt, gibt es Workshops, Shows, Gespräche – oder die Möglichkeit, ins vorfristig eröffnete Freibad zu gehen. Die entscheidenden Spiele finden am Sonntagvormittag im Stadion statt. Siegerehrung ist 11.30 Uhr auf dem Markt.

Ekkehard Schulreich

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