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Geithain Geithainer Oberschüler im Dialog mit Ministerin Köpping zum Thema Asyl
Region Geithain Geithainer Oberschüler im Dialog mit Ministerin Köpping zum Thema Asyl
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14:44 09.12.2015
Ministerin Petra Köpping stellte sich mit drei Herren der Flüchtlingsdebatte: Gunter Neuhaus, Frank Rudolph, Karsten Ahlicke (von links). Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Werden in der Turnhalle Flüchtlinge einziehen? Gibt es an der Geithainer Paul-Guenther-Schule demnächst DaZ-Klassen: Deutsch als Fremdsprache? Was motiviert Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, aus Zentralafrika, nach Europa und Deutschland zu kommen? - Jede Menge Fragen bewegen die Mädchen und Jungen der Geithainer Oberschule zurzeit. Am Mittwoch hatte sie Gelegenheit, zumindest einige von ihnen an verantwortlicher Adresse vorzutragen: Petra Köpping, Sachsens Ministerin für Gleichstellung und Integration, war auf Einladung der Schule nach Geithain gekommen. Um allen Klassen von der fünf bis zur zehn Gelegenheit zu geben, an diesem Gespräch teilzunehmen, fand das im Bürgerhaus statt.

Einen „wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Debatte“ nannte Schulleiter Gunter Neuhaus die Veranstaltung. Eine Debatte, die unter Heranwachsenden ebenso intensiv geführt werde wie unter Älteren. Eine Debatte, die in Medien und sozialen Netzwerken mit Vehemenz stattfindet – und mit facettenreichen und gegensätzlichen Positionen. Für Heranwachsende sei es da nicht leicht, sich zu orientieren. Neuhaus war neben der Ministerin, Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) und Karsten Ahnicke, Referatsleiter der Sächsischen Bildungsagentur, Gesprächspartner für die Schüler. „Man kann auch mit wenigen Mitteln etwas erreichen und Zeichen setzen“, sagte Petra Köpping und ermutigte die Jugendlichen zu Toleranz und Zivilcourage. Sie erklärte Fluchtgründe, den Ablauf von Asylverfahren und was die Politik unternimmt, um vor dieser großen Herausforderung bestehen zu können.

Angeregt hatte diese Runde Carolin Fischer, die im Auftrag der Kindervereinigung Leipzig als Sozialarbeiterin an der Paul-Guenther-Schule tätig ist. „Der Bedarf zu reden besteht nicht nur bei den Neunt- und Zehntklässlern“, begründet sie die Öffnung der Debatte für alle Klassen. Das Thema Flüchtlinge und der Umgang damit fließe in den Fachunterricht ein, sei Gegenstand von Projekten – Projekten, die beim Tag der offenen Tür am vergangenen Freitag vorgestellt wurden. Aus dem Schülerrat sei die Anregung gekommen, darüber nachzudenken, ob man eine ausgewiesene „Schule ohne Rassismus“ werden wolle.

Was die Antwort auf aufgeworfene Fragen betrifft: Die Turnhalle werde durch den Betreiber für den Schulsport vorgehalten. Überlegungen, die als Flüchtlingsquartier zu nutzen, gebe es nicht, so Bürgermeister Frank Rudolph. Und was die DaZ-Klassen betreffe, ergänzte Karsten Ahnicke: Die gebe es, wenn der Bedarf bestehe. In Geithain sei das, Stand Mittwoch, nicht der Fall.

Von Ekkehard Schulreich

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