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Geithain Geithainer Paul-Guenther-Schüler setzen auf Courage und ein offenes Miteinander
Region Geithain Geithainer Paul-Guenther-Schüler setzen auf Courage und ein offenes Miteinander
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19:44 25.03.2016
Die Geithainer haben den Titel: Maria Fritzsche (v. l.) und Pascal Siefke präsentieren mit Matthias Brauneis vom Courage-Netzwerk das Prädikat, am Tisch Schirmherrin Petra Köpping (SPD) und Bürgermeister Frank Rudolph (UWG). Quelle: Jens Paul Taubert
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Die Geithainer Oberschüler luden Flüchtlinge zu einem Volleyballturnier ein, flankierten die Veranstaltung mit einer Kaffeetafel und mit Führungen durch die Bildungseinrichtung. „Und wir haben viele kleine Päckchen gepackt“, sagten Amy Martin und Nelly Conrad auf der Festveranstaltung am Donnerstag im Bürgerhaus. Kontakte seien entstanden, Vorbehalte abgebaut worden. Seit Anfang März lernen junge Flüchtlinge in Geithain in einer Klasse mit Deutsch als Zweitsprache. Ihren Anspruch auf Weltoffenheit unterstrichen 87 Prozent der Schüler, indem sie die Bewerbung um den Titel unterzeichneten.

Sie treffen damit zweifellos die Intentionen des Schulstifters Paul Guenther, sagte Schulleiter Gunter Neuhaus. Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft seien als Werte heute so aktuell wie vor neun Jahrzehnten. Dafür müsse man einstehen. Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) sagte, die Stadt freue sich mit den Schülern. Der Titel sei ein wichtiger Teil im Bestreben, die Schule nach vorn zu bringen: „Wir arbeiten daran und tun gemeinsam alles, was möglich ist, dafür.“ Karsten Ahnicke von der Sächsischen Bildungsagentur bekräftigte, dass eine Persönlichkeit, um sich zu entwickeln, Vorbilder und Orientierung benötigt.

„Es gibt so viele Menschen, die helfen. Ihr seid nicht allein“, meinte Petra Köpping. Sie habe die Schirmherrschaft gern übernommen, denn es sei unverzichtbar, „dass Ihr als unsere Zukunft klar Position bezieht“. Zumal Geithain „nicht frei von Problemen“ sei, sagte sie mit Blick auf rechtsextremistische Vorfälle in der Vergangenheit. Sie stehe den Schülern ebenso zur Seite wie das vom Verein Courage in Sachsen geknüpfte Netzwerk. Der Titel sei „eine Auszeichnung, vor allem aber eine Selbstverpflichtung“, meinte Matthias Brauneis vom Courage-Verein. Das bekräftigte Thomas Lang von der Initiative für ein weltoffenes Geithain: Er freue sich über den Titel, doch „jetzt geht die Arbeit erst richtig los“.

Von Ekkehard Schulreich

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