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Geithain Geithainer Posaunenchor wird 60 – Ensemble feiert
Region Geithain Geithainer Posaunenchor wird 60 – Ensemble feiert
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11:05 29.07.2016
Der Geithainer Posaunenchor in seiner aktuellen Besetzung. Quelle: privat
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Geithain

Ein großes Posaunenfest in Geithain gab 1956 den Anstoß, hier einen Posaunenchor zu gründen. Sechs Jahrzehnte später feiert das Ensemble sein Jubiläum ebenfalls im Rahmen einer großen Veranstaltung: Die Bläser gestalten am 20. August den Auftakt eines Stadtfestes, das das Kirchspiel Geithainer Land zwei Wochen lang auf dem Markt organisiert und das für alle Interessenten offen ist. Besonderer Gast dieser Eröffnungsveranstaltung, bei der der Geithainer Posaunenchor musikalische Unterstützung durch andere solche Ensembles aus dem Kirchenbezirk erfährt, ist Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing.

Robert Uhlich, heute über 70, ist einer, der dem Posaunenchor seit seiner Gründung die Treue hält und immer noch aktiv ist. Für einige Jahre hatte er selbst die Leitung inne. Seit 2006 fungiert Andreas Saupe als Ensemble-Chef. Er übernahm die Funktion von Hans-Werner Kühn, dem Geithainer Kantor, der den Posaunenchor über viele Jahre nachhaltig prägte: „Er legte großen Wert auf saubere Akkorde und Töne und übte mit den vielen Anfängern sehr intensiv.“ Bei Kühn, der 2013 starb, hatte Saupe selbst wie viele andere heute Aktive Unterricht genommen. Seit 1980 bläst er hier, kennt damit die größere Hälfte der Ensemble-Geschichte aus eigenem Erleben und hat sie selbst mitgeschrieben.

„Wir musizieren vor allem zu Gottesdiensten und treten bei kirchlichen Veranstaltungen dort auf, wo es keine Orgel gibt“, sagt Andreas Saupe. Beim jüngsten Freiluft-Gottesdienst zu Himmelfahrt in Niedergräfenhain waren die 13 Musikerinnen und Musiker ebenso zu hören wie seit Jahren zu Himmelfahrt auf dem Rochlitzer Berg oder beim Sommergottesdienst unter dem „Schmetterling“ im Bad Lausicker Kurpark. Zu Ostern und Weihnachten ist das Ensemble gefragt, selbstredend beim Geithainer Weihnachtsmarkt im Einsatz. Darüber hinaus gestaltet es mitunter Konzerte in den Kirchen des Kirchspiels. Einige Musiker waren unter den 17 000, die zum Deutschen Evangelischen Posaunentag im Juni nach Dresden gereist waren.

„Die Musik hat sich ja auch verändert“, sagt Saupe mit Blick auf die Anfänge der Posaunenchor-Bewegung eingangs des 19. Jahrhunderts. Zwar machten Choräle, für Bläser bearbeitet, nach wie vor einen Kern des Repertoires aus. Doch daneben spiele man modere Stücke, für Bläser geschrieben, Jazz, Gospels, populäre Melodien.

Zwölf Jahre bis Anfang 70 – so breit gefächert wie die Altersstruktur sind die Professionen der Mitglieder. Dass sie das Stadtfest des Kirchspiels eröffnen dürfen, freut sie. Die Veranstaltung ist zugleich das Posaunenfest der Ephorie Rochlitz, das an jährlich wechselnden Orten stattfindet. 60 bis 80 Bläser sind an diesem 20. August ab 14 Uhr beim Gottesdienst auf dem Markt zu erleben. 17 Uhr gestalten sie zudem gemeinsam eine Bläser-Serenade, ehe 19.30 Uhr in der Nikolaikirche ein Konzert der Sächsischen Tuba-Company folgt. Am 21. August, 10 Uhr, folgt ein Bläser-Gottesdienst in St. Nikolai. „Gospel trifft Blech“ heißt es zudem am 3. September, 17 Uhr, auf dem Markt: Dann musizieren der Posaunenchor, der Gospelchor und das Trio Werk gemeinsam.

Von Ekkehard Schulreich

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