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Geithainer Rathaus beauftragt nach der Flut Gutachter

Geithainer Rathaus beauftragt nach der Flut Gutachter

Schäden von rund 3,1 Millionen Euro sind der Stadt Geithain beim Hochwasser im Juni entstanden. 40 000 Euro investiert das Rathaus nun in Gutachten und Zuarbeiten von Planungsbüros, um wie gefordert bis Monatsende alle Vorhaben fundiert melden zu können.

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Für höchst gefährlich halten Wickershainer diese Stelle zwischen der Eula-Brücke und dem Freibad - und erwarten, dass sie umgehend zumindest abgesperrt wird.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Sie sollen Aufnahme in den Wiederaufbauplan finden. Der Stadtrat stimmte dieser ungeplanten Ausgabe in seiner Sitzung Dienstagabend zu.

 

 

Die Förderquote von bis zu 90 Prozent sei eine "ganz gute Zahl", erklärte Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU). Allerdings müsse die Kommune den verbleibenden Anteil von zehn Prozent selbst aufbringen. Um an dieses Fördergeld zu gelangen, muss das Rathaus bis Ende Juli zu jedem einzelnen Vorhaben ein Maßnahmeblatt ausfüllen. "Eine große Aufgabe für die Verwaltung" - für die teilweise externes Ingenieurwissen erforderlich sei, begründete Bauer die Ausgabe von 40 000 Euro und stellte in Aussicht, dass die Förderung das refinanzieren werde.

 

 

Das sei schon eine "gigantische Summe", pflichtete Bauchefin Kerstin Jesierski dem Stadtrat bei. Den wesentlichsten Teil der Schäden werde man in der Verwaltung selber einschätzen, bekräftigte sie und nannte gleichzeitig Beispiele, wo Experten ran müssen: Die Brücke in der Badergasse ist derzeit für Autos gesperrt, wird aber von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Ihre Sicherheit müsse überprüft werden. Auch zu den Bauschäden in der Kindereinrichtung "Wirbelwind" wird ein Fachmann sein Gutachten abgeben. Unterschiedliche Planungsbüros im Hoch- und Tiefbau sowie Gutachter sollen nun beauftragt werden. Die Zeit drängt, "wir müssen das schnellstens realisieren", so Bauer.

Externes Ingenieurwissen ist laut Stadtchefin auch erforderlich, um den Sanierungsbedarf am Sozialgebäude im Geithainer Stadion abzuschätzen - oder seine Umsetzung an eine höher gelegene Stelle im Bereich der Sportstätte. Das sei auch der einzige Fall, wo die Kommune vor der Frage Aufbau an alter Stelle oder Neubau stehe. Hier gäbe es noch Unklarheiten bei der Förderung, müsse eventuell nachgebessert werden, forderte die Bürgermeisterin. Denn für den Wiederaufbau steht eine Förderquote von 90 Prozent in Aussicht, für den Neubau an einem neuen Standort sind es vermutlich maximal 50 Prozent Fördergeld.

 

 

37 000 Euro Soforthilfe zur Beseitigung von Hochwasserschäden hat die Stadt als nicht rückzahlbaren Zuschuss bekommen. Der Stadtrat stimmte ihrer Verwendung zu. Mit diesen Mitteln wurden beziehungsweise sollen der Weg an der Dammühle instand gesetzt werden, Belüftung und Besandung des Rasenplatzes im Stadion erfolgen und Straßenränder sowie Parkplätze instand gesetzt werden. Das Spülen von Schleusen und Einläufen ist genauso vorgesehen, wie die Beseitigung von Treibgut und die Beräumung der Eula in Wickershain. Gabi Sporbert (CDU) verwies darauf, dass in Theusdorf noch Treibgut aus dem Ossabach lagert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.07.2013

Inge Engelhardt

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