Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Geithainer Rotes Kreuz setzt auf Menschen mit einer sozialen Ader
Region Geithain Geithainer Rotes Kreuz setzt auf Menschen mit einer sozialen Ader
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:31 22.08.2017
Gisela Schirdewahn, einst über den Bundesfreiwilligendienst zum DRK gekommen, steht in der Geithainer Werkstatt behinderten Beschäftigten zur Seite. Quelle: Nicole Rathge-Scholz
Geithain

250 Frauen und Männer sind im DRK-Kreisverband Geithain tätig. Er gehört damit zu den großen Wohlfahrtsverbänden, die in der Leipziger Region tätig sind. Die Mitarbeiter kümmern sich um bedürftige, ältere und behinderte Menschen. „Wir haben noch einige offene Stellen zu besetzen“, sagt Personalleiterin Ilona Irmert. Interessenten ab 18 Jahre, gern auch Senioren, könnten sich beispielsweise für den Freiwilligendienst aller Generationen in der DRK-Wohnstätte Kohren-Sahlis bewerben. Dort leben 60 Menschen mit Beeinträchtigungen. Das Leben orientiert sich an den Lebens- und Wohnformen Nichtbehinderter. Für diese Menschen werden Freiwillige gesucht, die sich mit ihnen beschäftigen. Das DRK betreibt zudem in Geithain einen großen Werkstattkomplex.

„Man erhält einen Einblick in die soziale Arbeit, es ist eine Bereicherung unter anderem weil man merkt, dass man gebraucht wird und es ist eine Arbeit mit vielfältigen Aufgaben“, so Irmert. Geboten werde ein flexibler Einsatz von zehn bis 20 Stunden pro Woche, Fortbildungen und individuelle Begleitung eingeschlossen. „Natürlich sind die freiwilligen Mitarbeiter unfall- und haftpflichtversichert und können sich mit dieser Arbeit bis zu 150 Euro Taschengeld im Monat dazu verdienen. Viele nutzen dieses Angebot auch als Sprungbrett, um später im sozialen Sektor zu arbeiten. Andere wiederum nutzen es, um zu schauen, ob ihnen die soziale Arbeit liegt.“ Zudem werde es im kommenden Jahr wieder Ausbildungsplätze in der Altenpflege geben. Freie Stellen für Pflegefachkräfte habe das DRK in der ambulanten Pflegheim in Frohburg und Geithain zu besetzen.

Neben den zahlreichen Angeboten des DRK wie Behindertenhilfe, Rettungsdienst, Kleidershop und Essen auf Rädern spielt auch die Blutspende eine wichtige Rolle. „Wir freuen uns, dass von Jahr zu Jahr die Blutspender zunehmen. Der Bedarf ist immer da, denn Blut gehört zum Wertvollsten, was ein Mensch geben kann“, sagt Heidrun Naumann, Geschäftsführerin des Kreisverbandes. Ab 18 Jahre könne jeder zum Blutspenden kommen, bekomme einen Imbiss und werde ärztlich untersucht. Der Mindestabstand bis zur nächsten Vollblutspende beträgt acht Wochen. Generell dürfen Frauen vier Mal und Männer sechs Mal pro Jahr Blut spenden. „Bei uns gibt es auch immer eine Blutspendeauszeichnung als Ehrung. So haben wir zum Beispiel in diesem Jahr jemanden der seine hundertste Spende abgegeben hat“, sagt Irmert.

In der Wohnstätte in Kohren-Sahlis wurde in diesem Jahr ein neuer Rettungsweg gebaut wurde; ein Blockheizkraftwerk ist in Planung. „Wir haben zudem in Geithain neben unserer Geschäftsstelle den angrenzenden Bauhof erworben. Der Abriss der Gebäude soll im Herbst stattfinden, weil die Substanz leider für unsere Vorhaben nicht geeignet ist und ein Umbau leider viel zu teuer wäre“, so die Geschäftsführerin. Entstehen sollen eine Halle für den Fahrdienst und ein Gebäude mit barrierefreien Wohnungen.

Von Nicole Rathge-Scholz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer Frohburg durchstreift, stößt auf viel Sehenswertes. Der Frohburger Heimatverein hilft Besuchern, durch Informationstafeln den Horizont zu erweitern. Ein Projekt, das gut zusammengeht mit einem Vorhaben der Stadtverwaltung. Sie will markante Orte mit QR-Codes für das Smartphone kennzeichnen.

25.08.2017

Im Normalfall sind zehn Jahre genug für einen Pfarrer an einem Ort. Davon war Matthias Weismann immer überzeugt. Dass es jetzt für ihn in Borna sogar 20 Jahre geworden sind, war 1997 nicht abzusehen für den Mann, der Spuren weit über die Bornaer Gemeinde hinterlassen wird. Am Dienstag feiert der Superintendent seinen 65. Geburtstag.

16.02.2018

Es gibt sie, die Beispiele integrationswilliger Asylbewerber. Leute wie Hamid und Khaled, die aus einem speziellen Projekt für Flüchtlinge in Espenhain demnächst eine Ausbildung beginnen und einen festen Job bekommen.

22.08.2017