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Geithainer Schillerstraße: Viele halten sich nicht an das Tempo 30

Geithainer Schillerstraße: Viele halten sich nicht an das Tempo 30

Die Zone 30 in der Geithainer Schillerstraße interessiere niemanden, kritisiert Anwohner Nico Sander. Auch Stadtrat Ludbert Schmuck (WVWV) wohnt hier und bestätigt: Viele sind zu schnell unterwegs.

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Die Geithainer Schillerstraße ist Zone 30. Doch viele Kraftfahrer sind deutlich schneller unterwegs – auch unmittelbar vor der Paul-Guenther-Schule.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Nun kündigt das Rathaus an, dass der Landkreis in seinem Auftrag dort „blitzen" wird. Der Bürgerpolizist werde seine Streifentätigkeit in diesem Bereich verstärken, verspricht die Polizeidirektion Westsachsen.

Den Durchgangsverkehr vor seiner Haustür hat Schmuck verstärkt im Blick seit der Unterricht am Montag wieder begann. An der Schillerstraße liegt die Paul-Guenther-Schule mit entsprechendem Schulbusverkehr und Kindern, die zu Fuß unterwegs sind. In den beiden Wochen zuvor seien bedingt durch die Ferien Autos noch schneller unterwegs gewesen als sonst, so sein Eindruck. „Eigentlich muss jeder langsam fahren, um entsprechend vorausschauend handeln zu können und die Vorfahrtsregeln zu beachten", sagt kopfschüttelnd Michael Hille, Pressesprecher der Polizeidirektion Westsachsen.

In der Zone 30 ist Fahrzeugen, die aus den Straßen von rechts kommen, die Vorfahrt zu gewähren. Parkflächen auf der Fahrbahn schränken die Sicht ein – leider nicht in jedem Fall das Tempo. Fast jeder sei hier mit 50 Stundenkilometern unterwegs, schätzt Nico Sander, der auch schon das Gespräch mit dem Rathaus und dem Bürgerpolizisten gesucht hat. „Muss erst ein Unfall passieren?", fragt der Anwohner. Als die parallel verlaufende Bundesstraße 7 als Baustelle gesperrt war, habe mancher die Straße vor der Schule als Abkürzung für sich entdeckt. Kraftfahrer wollten dort auch die zeitweise auf Rot stehende Ampel am Bahnübergang umgehen.

 „Es wird durch die Schillerstraße deshalb so schnell gefahren, weil man eher als der Vorausfahrende wieder auf der Hauptstraße sein will", sagt Ludbert Schmuck. Wäre dies nicht mehr möglich, verlöre das schnelle Durchfahren seinen Sinn. Seines Erachtens müsste es darum gehen, die Straße für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu machen. Eine wechselseitige Anordnung von Parkplätzen würde den Verkehr seines Erachtens entschleunigen. Schmuck: „Dadurch wird der Fahrer gezwungen, langsam zu fahren, und er wird diese Strecke als Abkürzung meiden." Auch bei den LKW-Fahrern würde sich das wohl herumsprechen. Einen Einbahnstraßenring mit der Louis-Petermann-Straße kann sich Nico Sander vorstellen, das Tempo könnten auf einer Fahrbahnhälfte beispielsweise Pflanztöpfe drosseln. Auch eine Ausweisung als Spielstraße hält er für denkbar.

Bürgerpolizist Gert Lampsch sei hier, wie in anderen Straßen Geithains, auf das Thema angesprochen worden und habe Kraftfahrern mündliche Belehrungen erteilt, so Hille. Er werde die Streifentätigkeit in der Schillerstraße verstärken, um weiter präventiv auf Kraftfahrer einzuwirken. Die Polizei prüfe, ob sie in der Straße eine Geschwindigkeitsmessung durchführen könne. Sei das möglich, werde die Verkehrspolizeiinspektion das tun.

„Blitzen" wird es hier auf jeden Fall. „Auf Initiative der Stadt wird der Landkreis Geschwindigkeitsmessungen durchführen – wann, verrate ich natürlich nicht", erklärt Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU). Sie bedankt sich bei Anliegern, die ihre Grundstücke dafür zur Verfügung stellen und appelliert an die Kraftfahrer: „Es ist unverantwortlich, in der Zone 30, insbesondere im Bereich der Schule zu schnell zu fahren." Ein Ringverkehr würde Raser nicht hindern, so Bauer. Das müsste im Rahmen eines Verkehrskonzeptes für Geithain näher beleuchtet werden, findet Schmuck. „Zu prüfen ist, ob eine Neuregelung der Verkehrsvorschriften effektiv möglich ist und Abhilfe schaffen würde", erklärt Hille.

Inge Engelhardt

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