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Geithain Geithainer Stadtrat: Vertrag mit Volkssolidarität für Kita „Bussibär“ wird gekündigt
Region Geithain Geithainer Stadtrat: Vertrag mit Volkssolidarität für Kita „Bussibär“ wird gekündigt
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15:09 21.04.2010
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„Bussibär“ angeht. Nach massiver Elternkritik an dem Verein zog der Geithainer Stadtrat vorgestern abend die Notbremse und kündigte mehrheitlich den Vertrag. 

Hauptvorwurf: Die zu dünne Personaldecke und der hohe Krankenstand sorgten seit Herbst 2008 (!) dafür, dass die Mädchen und Jungen nicht so betreut würden, wie es die Eltern wünschten und der Bildungsplan vorsehe. Zum Teil kümmerten sich lediglich drei Erzieherinnen um 100 Hortkinder, würden Eltern aufgefordert, bei besonderen Engpässen ihre Kinder zeitiger zu holen.

Weil Gespräche zwischen Eltern, Kita-Team, Träger Volkssolidarität und Stadt, über Monate geführt, offenbar ohne Ergebnis blieben, wollte die Stadtverwaltung nun die Reißleine ziehen. Ehe sich der Vertrag mit dem Verein um weitere fünf Jahre verlängere, solle er zum Jahresende gekündigt werden. 

Zusammen mit den Eltern will die Stadt nun einen Anforderungskatalog erarbeiten. Es gebe „mehrere Interessenten“, so Bürgermeisterin Romy Bauer, die die Einrichtung übernehmen würden. Die Stadt wolle „darauf hinwirken“, so Bauer, dass der neue Träger die Erzieherinnen übernehme. 

„Eine sachliche Diskussion war nicht mehr möglich“, sagte Anne Mortan, Geschäftsführerin der Volkssolidarität Borna, gestern der LVZ. Auf die Kündigung reagierte sie unaufgeregt. Das beanstandete Personalproblem hätten zahlreiche Einrichtungen in ganz Sachsen. Man habe sich bemüht, die Schwierigkeiten abzustellen. Die Crux sei doch der „Personalschlüssel, und der ist gesetzlich geregelt“.

 

Ekkehard Schulreich

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