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Geithainer Stadtrat bekennt sich zu Wiedereröffnung des Jugendhauses R9

Trägersuche Geithainer Stadtrat bekennt sich zu Wiedereröffnung des Jugendhauses R9

Das Geithainer Kinder- und Jugendhaus R9 könnte Mitte Januar unter neuer Regie wieder öffnen. Diesen Zeitpunkt nannte Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) jetzt vor dem Stadtrat. Voraussetzung sei, dass sich bis dahin ein geeigneter Träger findet. Mit potenziellen Vereinen wolle man Gespräche führen und demnächst eine Ausschreibung des Hauses veröffentlichen.

Das Kinder- und Jugendhaus R9 in Geithain ist geschlossen. Über die Befindlichkeiten der Jugendlichen informierte sich im August vor Ort Bundestagsabgeordneter Axel Trost (Die Linke).

Quelle: Andreas Döring

Geithain. Das seit dem Sommer geschlossene Geithainer Kinder- und Jugendhaus R9 könnte möglicherweise Mitte Januar neu öffnen. Das sagte Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) am Dienstagabend vor dem Stadtrat. Jugendliche nutzten diese Einwohnerfragestunde – wie schon die vergangenen –, um den aktuellen Stand zu erfahren. Die Wiedereröffnung des Treffs sei dringlich; schließlich seien die Heranwachsenden gerade auch in der kalten Jahreszeit auf ein Haus angewiesen, in dem sie ihre Freizeit verbringen könnten. Die Fraktion der Linkspartei forderte ihrerseits ein Bekenntnis des Parlaments zur Zukunft des R9 und hatte per Antrag die schnellst mögliche Wiedereröffnung auf die Tagesordnung gesetzt.

Die Entscheidung, das Kinder- und Jugendhaus zu schließen, sei „weitgehend am Stadtrat vorbei“ getroffen worden, sagte Thomas Lang (Linke): „Es ist aber ein Thema, zu dem sich der Stadtrat positionieren sollte.“ Es gelte, wenigstens einen Teil des Gebäudes wieder nutzbar zu machen und möglichst schnell einen neuen Träger zu finden. Ein Antrag, den die Abgeordneten der Linken und der Wählervereinigung WVWV unterzeichneten, forderte den Bürgermeister zu unverzüglichem Handeln in diesem Sinne auf: „Als Vertragsbeginn ist der Januar 2017 anzustreben.“ Die Stadtverwaltung und der bisherige Betreiber Kindervereinigung hatten sich im Sommer in – wie sie immer wieder versichern – beiderseitigem Einvernehmen getrennt; Gründe dafür hatten sie nicht genannt.

„Für Kinder und Jugendliche muss in Geithain wieder eine Möglichkeit geschaffen werden“, sagte Gabriele Sporbert (CDU). Dem Antrag indes warf sie formale Mängel vor – außerdem: „Jetzt Hektik und Panik zu machen, geht an der Sache vorbei.“ Eine Lösung brauche Vorbereitungszeit, und die Stadt sei an dem Thema ganz offensichtlich dran. Damit wollte Ulrich Böhme (Linke) nicht konform gehen: Die Hektik sei durch die Umstände der Schließung entstanden: „Und was ist, wenn die Stadt keinen Träger findet? Was bietet sie der Jugend dann für Alternativen?“ – „Eine Bekundung des Willens, den wir alle haben“, sei der Antrag, meinte Udo Berger (UWG). Er nehme Bürgermeister und Verwaltung in die Pflicht; man sollte ihn deshalb nicht zerreden.

Frank Rudolph sagte, in den nächsten Tagen schon gebe es Gespräche mit potenziellen Trägern. Ihnen werde man auch das Haus zeigen und die brandschutz-bedingten Einschränkungen nennen, damit sie über die Rahmenbedingungen im Bilde seien. „Wir sind in der Vorarbeit für die Ausschreibung. Wir sind mit dem Landkreis bestrebt, sie so schnell wie möglich zu veröffentlichen.“ Gehe alles zügig vonstatten, sei ein Neustart „Mitte Januar“ vorstellbar, erklärte der Stadtchef.

Den Jugendlichen ein anderes Quartier zur Verfügung zu stellen, wie es der Antrag als Option nannte, lehnte er ab. Die Kommune habe in das R9 eine größere Summe Fördermittel investiert; dieses Geld dürfe nicht verloren sein. Die Linke strich diesen Passus deshalb aus ihrem Beschlussentwurf. Damit erwies sich der Antrag als mehrheitsfähig. Er wurde bei zwei Enthaltungen angenommen.

Von Ekkehard Schulreich

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