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Geithain Geithainer Vision: Park entlang der Eula
Region Geithain Geithainer Vision: Park entlang der Eula
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16:59 16.06.2017
Bei Hochwasser tritt die Eula über die Ufer – wie 2013 in Wickertshain. Quelle: André Neumann
Geithain

Wo befindet sich der Geithainer Wassergarten, wo der Geithainer Spielgarten? Aktuell noch auf dem Papier, binnen zwei Jahren aber südlich der Geithainer Altstadt am Ufer der Eula auf Flächen, die die Gartenanlage Alte Heimat nutzte. Ein Teil der Parzellen, durch das Hochwasser 2013 zerstört, wurde inzwischen beräumt und an die Stadt zurückgegeben. Die ließ zuletzt den Weg unmittelbar am Flussufer asphaltieren. Bürgermeister Frank Rudolph (UWG) beauftragte seine Bauverwaltung, Visionen zu entwickeln, wie die nun brachen Flächen städtebaulich attraktiv und zum Nutzen der Geithainer entwickelt werden könnten.

Erste Entwürfe liegen jetzt vor. „Sie umzusetzen funktioniert natürlich nur, wenn es uns gelingt, Fördermittel zu bekommen. Daran arbeiten wir jetzt“, so Rudolph. Das Areal gegenüber des Zugangs zum Hennig-Frenzel-Stadions könnte neben dringend benötigten Parkplätzen vor allem eine Rollschuh- und Skaterbahn aufnehmen, eine BMX-Strecke, einen Grillplatz und vor allem Bänke inmitten von Grün. Im Winter ließe sich die Skaterbahn zur Eislauffläche verwandeln. Rudolph spricht von einem „parkähnlichen Charakter“. Der treffe auch auf den Wassergarten zu, der zwischen den noch genutzten Gärten und der Dammmühle entstehen soll. Eine Fläche, die mehrere von der Eula gespeiste Wasserläufe und Flächen besitzt und die im Falle einer Flut als Rückhaltezone dienen könnte. Zwischen dem ehemaligen Jugendhaus R9 und dem Kunstrasenplatz soll außerdem ein Fitness- und Bewegungsparcours entstehen.

„Teile des Eula-Ufers werden abgesenkt, so dass wir bei Bedarf dem Fluss mehr Auslauf bieten können“, so der Bürgermeister. Dieses Ziel verfolge man gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung. Die Stadt werde der Behörde dafür Grundstücke zur Verfügung stellen. „Der Fluss soll sich natürlich entwickeln. Wir müssen der Eula mehr Platz geben“, bestätigt das Markus Freygang von der Landestalsperrenverwaltung in Rötha. Das betreffe zu einen den Hochwasserschutz, zum anderen aber die von der EU geforderte möglichst naturnahe Gestaltung des Flusses. Im Bereich der Dammmühle habe man eine Katastervermessung durchgeführt und dabei festgestellt, dass der Lauf mitunter auf privatem Grund liege. Deshalb sei man mit den betreffenden Eigentümern jetzt in Gesprächen.

Apropos Hochwasserschutz: Freygang verwies auf den jetzt laufenden Bau einer neuen Brücke im Altdorf. Dass die deutlich teurer werde als ursprünglich gedacht – das klang in der jüngsten Sitzung des Stadtrates durchaus kritisch an – liege an der größeren Spannweite. Damit werde gesichert, dass im Falle eines Pegelanstiegs das Wasser zügiger abfließen könne.

Von Ekkehard Schulreich

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