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Geithainer Wandrelief nun in der Schaddelmühle ausgestellt

Geithainer Wandrelief nun in der Schaddelmühle ausgestellt

Das keramische Relief "Essen. Trinken. Feiern." aus Geithain ist seit gestern für Besucher wieder zugängig. Drei Szenen des einst 18 Meter langen Kunstwerkes sind nun in einer Freiluftgalerie der Schaddelmühle ausgestellt.

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Freiluftgalerie: Im Gelände der Schaddelmühle zeigt Frank Brinkmann Teile des Geithainer Wandreliefs, das in den 70er-Jahren entstand.

Quelle: Andreas Röse

Grimma/Geithain. Die Bergung von Teilen des in den 70er-Jahren entstandenen Wandbildes hatte vor knapp drei Jahren für Schlagzeilen gesorgt. Wie Frank Brinkmann, Vorstand im Kulturförderverein Schaddelmühle, gestern sagte, sei nicht nur der künstlerische Wert der Arbeit von Horst Skorupa und Astrid Danegger hoch einzuschätzen. "Hier zeigt sich auch ein Stück Historie der Schaddelmühle", so Brinkmann. Deshalb sei die Rückkehr zum Ursprung ein großer Gewinn für das Künstlerhaus.

 

 

Bewunderung machte sich auf den Gesichtern der ersten Gäste in der Freiluftgalerie breit, als die Augen über die Figuren huschten, die sich stehend, liegend oder ineinander verschlungen dem Essen, Trinken und Feiern hingeben. Geldgeber, Handwerker und Förderer des Projekts waren sich einig: Hier ist ein Stück Kulturgeschichte der Region für die Nachwelt gerettet worden. In der Brust des Keramikers Brinkmann schlugen jedoch zwei Herzen. "Das Bild ist ein Beleg, wie regionale Tone für Kunstwerke verwendet werden", sagte er. Mit diesem und weiteren Schaustücken werde sich die Schaddelmühle künftig als Geoportal Erden der Keramik profilieren.

 

 

Denn nicht nur der Aufbau des eingelagerten Reliefs, das sich bis Ende 2011 in der Geithainer Wäscherei befand, hat die Mitglieder des Fördervereins in diesem Sommer in Atem gehalten. Das 1904 bis 1910 erbaute Trafohäuschen im Gelände des Künstlerhauses ist saniert und als Informationspavillon gestaltet worden. Poster informieren über Bodenschätze in der Region wie Kaolin, Ton und Porphyr. Mit Steinzeug, Schamotte und Kacheln, Leihgaben des Vereins Muldental-Keramik-Route, veranschaulicht das Geoportal die Industriegeschichte im keramischen Bereich. "Wir wollen das durch aktuelle Produkte ergänzen", so Brinkmann. Es gebe eine riesige Palette an Firmen, die ehemals, aber auch aktuell mit regionalen Rohstoffen arbeiten würden.

 

 

Mit dem Fokus auf Kunstkeramik und der notwendigen Ausstattung in Form einer Tonaufbereitungsanlage sowie einer Werkstatt mit Brennofen besitzt die Schaddelmühle ein Alleinstellungsmerkmal unter den Partnern im Geopark Porphyrland Sachsen. "Das Künstlerhaus hat die Aufgabe übernommen, für Gäste und Einwohner Angebote und Kurse für die kreative Auseinandersetzung mit regionalen Tonen und keramischen Erden zu vernetzen", sagte Viola Hess, Projektmanagerin im Geopark.

 

 

So wurde die Rückkehr des Reliefs verbunden mit der Finissage einer Ausstellung von keramischen Arbeiten und Bildern aus Kinderkursen. Denn mit der künstlerischen Arbeit in offenen Werkstätten bewegt sich die Schaddelmühle in der Tradition ihrer Gründer. Zu diesen gehörten der 2004 verstorbene Horst Skorupa und die heute auf Usedom lebende Astrid Danegger. Als Mitglieder des Kollegiums bildender Künstler in Schaddel erhielten sie Mitte der 70-er Jahre den Auftrag, im Speisesaal der Geithainer Wäscherei ein Wandbild zu gestalten. Das Ergebnis kam so an: "Den Mitarbeitern waren die Figuren zu leicht bekleidet und in ihrem Verhalten zweideutig. Mancher mochte vergessen haben, wie es zu vorgerückter Stunde bei Betriebsvergnügen zuging", wird Reinhard Hoffmann in einer Festschrift zum 40-jährigen Bestehen der Schaddelmühle zitiert. Er berief sich auf Aussagen der damalige Betriebsleitung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.09.2014
Birgit Schöppenthau

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