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Geithain Geithainer reagieren kaum auf Appelle der Feuerwehr
Region Geithain Geithainer reagieren kaum auf Appelle der Feuerwehr
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13:57 19.05.2015

54 Köpfe zählt die Wehr aktuell; 34 Kameraden kümmern sich um den abwehrenden Brandschutz, drei Kameradinnen arbeiten in der Frauengruppe. Mit 17 Mädchen und Jungen stark ist der Feuerwehr-Nachwuchs, ebenso unverzichtbar die 14-köpfige Altersabteilung.

Zu- und Abgänge hielten sich wohl auch 2015 die Waage, so Krznaric, aber: "Unsere ständigen Appelle an das Gewissen der Bevölkerung, etwas für die Gemeinschaft zu tun und sie für uns zu gewinnen, haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Die Resonanz war ebenso ernüchternd." Da tröste es wenig, dass es anderen Wehren in der Region ähnlich gehe.

Doppel-Mitgliedschaften seien eine Möglichkeiten, um Feuerwehrleute nicht nur an ihrem Heimat-, sondern auch an ihrem Arbeitsort einsetzen zu können. Das müsse man forcieren. Als hervorragendes Beispiel nannte er den Prießnitzer Roy Schreier, der die Geithainer Tages-Einsatzbereitschaft verlässlich unterstütze - zu 100 Prozent. Drei Geithainer Kameraden hätten zudem ebenso keinen einzigen Dienst verpasst: Horst Krznaric und Wilhelm Langhardt.

"Die Personalprobleme und ihre Auswirkungen auf den flächendeckenden Brandschutz werden vom überwiegenden Teil der Bevölkerung nur sehr eingeschränkt wahrgenommen", sagte der Stadtwehrleiter mit Blick auf Erhebungen der Arbeitsgruppe "Freiwillige Feuerwehr Sachsen 2020". Hier müsse dringend etwas verändert werden, um die immer weiter wachsenden Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehren erfüllen zu können. Genügten früher die Kenntnisse der normalen Brandbekämpfung, müssten heute selbst kleine Wehren die unterschiedlichen Notlagen meistern, um in Not geratene Menschen oder Tiere zu retten, Sachwerte zu erhalten und die Umwelt vor Schaden zu bewahren. Das gehe nur dank einer umfassenden Aus- und Weiterbildung.

Zwei Brände, zehn Einsätze nach Unfällen - drei davon auf der Autobahn -, einige Hilfen und Fehlalarme plus zehn Einsätze außerhalb des Stadtgebietes: Anders als im Jahr zuvor, das "alle Rekorde brach", war 2014 in den Augen von Jens Krznaric ein normales. 300 Einsatzstunden wurden geleistet, bemerkenswerterweise trotz der Personalsituation mit mehr zur Verfügung stehenden Kräften als bisher.

2014 sei aber auch "das Jahr der großen Defekte" an der Einsatztechnik gewesen, so der Stadtwehrleiter; erhebliche Reparaturen wurden fällig. Der schrittweise Tausch der 13 Jahre genutzten Einsatzkleidung begann, ebenso der alten und störanfälligen Funkmeldeempfänger. Aufgeschoben dagegen habe die Stadt Sanierungsmaßnahmen am Dach und der Fassade des Gerätehauses. Immerhin: In diesem Jahr ist die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransporters geplant.

Dass die Feuerwehr nicht nur in Gefahrenlagen ein verlässlicher Partner sei, darauf hinzuweisen vergaß Jens Krznaric nicht. Der Florianstag sei ein gesellschaftlicher Höhepunkt in der Stadt, das Maibaumsetzen ebenso beliebt. Zudem unterstütze man andere Veranstaltungen innerhalb und außerhalb Geithains.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.02.2015
Ekkehard Schulreich

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